Samstag, 27. Juni 2015

Bauer, Selbststeuerung

Sonntag, 28.06.2015 11.04 bis 12.00 Uhr SR2 "Fragen an den Autor"
Prof. Joachim Bauer: "Selbststeuerung". Die Wiederentdeckung des freien Willens Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-89667-539-2 19,99 €
Das große Sachbuch dieses Frühjahrs: Wie wir die Macht über unser Leben zurückgewinnen. Höre auf deinen Bauch, folge deinen Gefühlen, vertraue auf deine Impulse. So der Tenor, in dem uns wissenschaftliche Bücher in den letzten Jahren darauf eingeschworen haben, unserem rationalen, abwägenden Denken nicht mehr die Bedeutung beizumessen, die ihm gebührt. Joachim Bauers Selbststeuerung ist der lange überfällige Aufruf dazu, unsere auf Autopilot fahrenden Verhaltensweisen als das zu sehen, was sie sind: kurzsichtig und fehleranfällig. Studien zeigen: Seine Impulse kontrollieren und vorübergehende Anstrengungen auf sich nehmen zu können ist nicht nur die unabdingbare Voraussetzung für langfristige persönliche Erfolge und gute soziale Beziehungen. Die Fähigkeit zur Selbststeuerung schützt vor allem auch die Gesundheit, und erkrankten Menschen kann sie ein Heilmittel sein. Anstatt ständig den Reizen der Außenwelt zu folgen, sollten wir selbst entscheiden. Der freie Wille ist zurück, und das ist gut so. Wissenschafts-Bestsellerautor Joachim Bauer erläutert in seinem neuesten Buch die aktuellen Forschungsergebnisse aus den unterschiedlichsten Disziplinen zu diesem Thema. Er zeigt, was diese unmittelbar für jeden Einzelnen bedeuten und welche Konsequenzen für die Psychologie, die Bildungs- oder die Gesundheitspolitik daraus zu ziehen sind. "Bauers Buch Selbststeuerung bietet Anregung, etwas zu ändern – um der zu werden, der man wirklich sein mag." Kathrin Halfwassen, Für Sie (25.04.2015) Moderation der Sendung: Dr.Jürgen Albers

Samstag, 20. Juni 2015

Grönemeyer, Gesundheit !

Sonntag, 21.06.2015 1.04 bis 12.00 Uhr SR2
Prof. Dietrich Grönemeyer: Gesundheit! Für eine menschliche Medizin Live aus der Alten Schmelz in St. Ingbert Der technische Fortschritt hat in der Medizin enorme Verbesserungen gebracht. So sind z. B. Bandscheiben-Operationen mit minimalem Eingriff unter lokaler Betäubung durchführbar. Unser Gesundheitssystem und die Praxis der Abrechnung führen aber zugleich dazu, dass Deutschland zu den Ländern gehört, in denen der Arzt am wenigsten mit den Patienten spricht. Und die Bezahlung des Pflegepersonals ist oft miserabel. Wie können wir zu einer modernen, menschlichen Medizin kommen? Moderation: Jürgen Albers

Samstag, 13. Juni 2015

Busse, Die Wegwerfkuh

Fragen an den Autor Sonntag, 14.06.2015 11.04 bis 12.00 Uhr SR2
Dr. Tanja Busse: "Die Wegwerfkuh". Wie unsere Landwirtschaft Tiere verheizt, Bauern ruiniert, Ressourcen verschwendet und was wir dagegen tun können
Paperback, Klappenbroschur, 288 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 2 s/w Abbildungen ISBN: 978-3-89667-538-5 16,99 €
Sie nennen es Effizienz – doch in Wahrheit ist es ein System gigantischer Verschwendung. Die deutsche Landwirtschaft produziert immer mehr Milch, Fleisch und Eier in immer kürzerer Zeit. Die Effizienz scheint ihr bestes Argument zu sein. Nur mit den Methoden der Agrarindustrie könne man neun Milliarden Menschen ernähren, behaupten deren Anhänger. Doch diese Hochleistungslandwirtschaft ist eine Verschwendungs- und Vernichtungslandwirtschaft . Sie erzeugt Milchkühe, die – bei einer natürlichen Lebenserwartung von zwanzig Jahren – schon nach drei Jahren im Melkstand geschlachtet werden. Sie werden zu einer so hohen Milchproduktion getrieben, dass sie krank und unfruchtbar werden. Gleichzeitig können die meisten Bauern nicht mehr autonom handeln, weil sie abhängig und hoch verschuldet sind. In der Geflügelmast verkaufen wenige große Konzerne Küken, Futter und Medikamente an die Landwirte und nehmen ihnen nach der Mast die schlachtreifen Hühner ab. Die Preise bestimmen die Unternehmen – die Stallkosten und das Risiko für die Aufzucht tragen die Bauern, die sich trotzdem der Logik der Industrie beugen. In ihrem neuen Buch Die Wegwerfkuh belässt Tanja Busse es nicht bei der schonungslosen Kritik der Missstände und Abhängigkeiten, sondern zeigt auch Wege zu einer nachhaltigen Landwirtschaft auf. "Ihre Fragen führen die Autorin zu Landwirten, zum Bauernverband, zur Industrie. Ihre Rechercheergebnisse fügt sie zu einer engagiert erzählten Geschichte zusammen - ohne anzuklagen." Claudia Plaß, NDR Info (01.06.2015)

Sonntag, 7. Juni 2015

Müller-Jung, Das Ende der Krankheit

Saarländischer Rundfunk SR2 Kulturradio Fragen an den Autor:
Sonntag, 07.06.2015 11.04 bis 12.00 Uhr
Joachim Müller-Jung: "Das Ende der Krankheit" . Die neuen Versprechen der Medizin
Erscheinungsdatum: 25.08.2014, 296 Seiten, Hanser Verlag, Fester Einband ISBN 978-3-446-43682-4 19,90 €
Ein beunruhigender, ein dringend notwendiger Ausblick in die Zukunft unserer Gesundheit. Die Medizin macht den Menschen zum technischen Großprojekt. Mit Stammzellen kann sie bald ganze Organe entstehen lassen. Die Heilung von Alzheimer und Parkinson, sogar ewige Gesundheit scheint plötzlich möglich. Doch die biomedizinische Revolution stellt unsere Gesellschaft vor vollkommen neue Herausforderungen. Wer wird sich den Fortschritt leisten können? Droht uns eine verschärfte Zweiklassenmedizin? Wer entscheidet über Fragen der Ethik? Joachim Müller-Jung führt uns die Schöne Neue Welt einer Ingenieursmedizin vor Augen, die hin- und hergerissen ist zwischen Perfektion und Menschlichkeit. Eine Welt, die näher ist, als viele von uns glauben.

Samstag, 30. Mai 2015

Ther, Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent

Sonntag, 31.05.2015 11.04 bis 12.00 Uhr SR2 Kulturradio "Fragen an den Autor"
Philipp Ther: "Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent" ISBN: 978-3-518-42461-2 Gebunden, 432 Seiten 26,95 € Erschienen: 20.10.2014
Als der Ostblock zerfiel, begann ein Großexperiment kontinentalen Ausmaßes: Die ehemaligen Staaten des »Ostblocks« wurden binnen kurzer Zeit auf eine neoliberale Ordnung getrimmt und dem Regime der Privatisierung und Liberalisierung unterworfen. Philipp Ther war vor Ort, als die Menschen damals in Prag auf die Straße gingen, später lebte er mehrere Jahre in Tschechien, Polen und der Ukraine. In diesem Buch legt er eine umfassende zeithistorische Analyse der neuen Ordnung auf dem alten Kontinent vor – und zwar erstmals in gesamteuropäischer Perspektive. Angereichert durch persönliche Erfahrungen, rekapituliert Ther den Verlauf der »verhandelten Revolutionen«. Er zeigt, dass der Umbau der mittel- und osteuropäischen Ökonomien auch auf Länder im Westen zurückwirkte, die Arbeitsmarktreformen der rot-grünen Bundesregierung interpretiert er z. B. als »nachholende Modernisierung«. Ther räumt mit einigen Mythen rund um »1989« auf und zieht eine Zwischenbilanz, die für breite Diskussionen sorgen wird: Was funktionierte besser – radikale Schocktherapien oder schrittweise Reformen? Welche Lehren lassen sich im Hinblick auf die gegenwärtige Krise der südeuropäischen Länder ziehen? Und warum wurde Berlin wirtschaftlich von Städten wie Warschau oder Prag überholt?

Samstag, 23. Mai 2015

Opoczynski: Krieg der Generationen

Sendung vom 24.Mai 2015, 11.04 - 12 Uhr: SR2 Kulturradio "Fragen an den Autor"
Michael Opoczynski: "Krieg der Generationen" Und warum unsere Jugend ihn bald verloren hat Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 160 Seiten, 12,5 x 20,0 cm ISBN: 978-3-579-06618-9 12,99 € Verlag: Gütersloher Verlagshaus
Live aus Hirzweiler, Dorfwaldhalle, Leiwieserstraße, 66557 Illingen-Hirzweiler Eintritt frei!

Donnerstag, 21. Mai 2015

Bode, Die Freihandelslüge

Sonntag, 17.Mai 2015, 1104. - 12 Uhr: SR2 Kulturradio:
Thilo Bode : Die Freihandelslüge. Warum TTIP nur den Konzernen nützt – und uns allen schadet Unter Mitarbeit von Stefan Scheytt.
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 272 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 5 s/w Abbildungen ISBN: 978-3-421-04679-6, 14,99 € Verlag: DVA Sachbuch
Der Staatsstreich der Konzerne In Deutschland und Europa wächst der Widerstand gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP. Thilo Bode schildert anschaulich und mit analytischer Schärfe, wie TTIP Verbraucherrechte und Umweltstandards gefährdet. Die Konzerne drohen über unsere Zukunft zu bestimmen – stärkere Arbeitnehmer- und Verbraucherrechte hängen ebenso wie ein wirkungsvoller Umweltschutz von ihrer Gnade ab. Dies gilt es mit aller Macht zu verhindern. Thilo Bode zeigt, was sich bei den Geheimverhandlungen zwischen der Europäischen Union und den USA ereignet und was für uns alle auf dem Spiel steht. »Thilo Bode zeigt, was sich bei den Geheimverhandlungen zwischen der Europäischen Union und den USA ereignet und was für uns alle auf dem Spiel steht."

Sonntag, 10. Mai 2015

Strohschein, Die gekränkte Gesellschaft

Sonntag, 10.05.2015 11.04 bis 12.00 Uhr SR2 "Fragen an den Autor":
Dr. Barbara Strohschein: "Die gekränkte Gesellschaft" Das Leiden an Entwertung und das Glück durch Anerkennung Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-570-50178-8 17,99 €
Die (un)heimliche Macht der Werte Nie gab sich unsere Gesellschaft selbstbewusster und freier als heute – und nie war der Hunger nach Anerkennung so groß. Barbara Strohschein untersucht in ihrem Buch erstmals ein Phänomen, das wir täglich beobachten: die Erfahrung der Entwertung. Die Folgen: sichtbare und unsichtbare Gewalt. In jahrelanger Recherche hat die Autorin erforscht, wie Entwertung den Menschen zu schaffen macht: in der Familie, in der Selbstwahrnehmung, in Bezug auf den Körper, am Arbeitsplatz, beim Sex, in der Wissenschaft und im Glauben an nichts oder an Gott. Die Philosophin zeigt Wege aus dieser Negativspirale auf: Indem wir Anerkennung als Lebensprinzip entdecken, Selbsterkenntnis fördern und Empathie entwickeln, können wir zu einem gelingenden Miteinander finden

Freitag, 1. Mai 2015

Krone-Schmalz, Russland verstehen

Sonntag, 03.05.2015 11.04 bis 12.00 Uhr SR2 "Fragen an den Autor"
Gabriele Krone-Schmalz: "Russland verstehen"
Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens
7. Auflage 2015. 176 S.: mit 2 Karten. Klappenbroschur ISBN 978-3-406-67525-6 C.H.Beck Paperback 6195 Erschienen am 20.02.2015, 14,95 €
Antirussische Vorbehalte haben in Deutschland eine lange Tradition und sind in zwei Weltkriegen verfestigt worden. Auch in der Ukraine-Krise lässt sich ihre Wirksamkeit beobachten. Tatsächlich ist aber nicht nur das Verhältnis zwischen Russland, dem Westen und der Ukraine vielschichtiger als es der Medien-Mainstream suggeriert, sondern auch die russische Geschichte seit dem Ende des Kalten Krieges. Es liegt im ureigenen Interesse der EU, Russland als Partner zu haben. Wer diese Chance vertut, riskiert, dass Europa im Machtkampf künftiger Großmächte zerrieben wird.
Wie ist es um die politische Kultur eines Landes bestellt, in dem ein Begriff wie "Russlandversteher" zur Stigmatisierung und Ausgrenzung dient? Muss man nicht erst etwas verstehen, bevor man es beurteilen kann? Gabriele Krone-Schmalz zeigt in diesem Buch, wie einseitig das in den Medien vorherrschende Russlandbild ist und welche Chancen der Westen durch seine Arroganz verspielt hat. "Es lohnt sich, Gabriele Krone-Schmalz‘ Worten Gehör zu schenken. Sie betreibt einen integren Journalismus, ohne den Transparenz (Glasnost) und Demokratie nicht existieren können."
Michail Gorbatschow "Verstehen heißt versuchen, die Welt aus der Perspektive des Anderen zu sehen. Gabriele Krone-Schmalz ist eine Aufklärerin, die weiß wovon sie redet. Wir müssen ihr dafür dankbar sein." Jörg Baberowski
Das Buch von Krone-Schmalz ist gerade jetzt wichtig, weil es in Deutschland eine üble Hetzkampagne gegen Russland gibt, die von US-hörigen Politikern und "Journalisten" systematisch betrieben wird und die den Eindruck von gleichgeschalteten Medien macht. Leider gibt es "Gekaufte Journalisten", wie Udo Ulfkotte in seinem gleichnamigen Buch gezeigt hat. Es ist erschreckend, wie dummdreist die Hetze gegen Russland betrieben wird: da wird hemmungslos manipuliert, gelogen, verfälscht, unterstellt. Die üble Hetzkampagene gegen Russland zeigt, dass es in Deutschland tatsächlich eine Lügenpresse gibt. Übrigens spielen gerade die öffentlichrechtlichen Sender eine üble Rolle mit ihrer völlig einseitigen, US-hörigen Berichterstattung.

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Samstag, 25. April 2015

Burckardt, Todschick

Sonntag, 26.04.2015 11.04 bis 12.00 Uhr SR2
Dr. Gisela Burckhardt: "Todschick"
Paperback, Klappenbroschur, 240 Seiten, 13,5 x 20,6 cm ISBN: 978-3-453-60322-6 Heyne Verlag 12,99 € Edle Labels, billige Mode - Unmenschlich produziert
Mode und Moral – warum teuer nicht gleich fair bedeutet Es ist ein verhängnisvoller Irrtum: Wenn wir Markenmode kaufen, glauben wir, der höhere Preis sei durch eine bessere Qualität gerechtfertigt – auch bei den Produktionsbedingungen. Für die Edelmarken sterben doch bestimmt keine Textilarbeiterinnen in Bangladesch ... Falsch! Auch teure Modelabels lassen ihre Ware unter erbärmlichsten Bedingungen fertigen. Hauptsache billig, selbst wenn es Menschenleben kostet. Ein Buch über das dunkle Geheimnis edler Modemarken – Anklage und Hoffnung zugleich, denn wir können die Textilfirmen zu verantwortlichem Handeln zwingen! Live aus Bildstock: Fragen an den Autor Wann? Sonntag, 26. April 2015, ab 10.15 Uhr Wo? Rechtsschutzsaal, Friedrichsthal-Bildstock Um schriftliche Anmeldung bei der Arbeitskammer des Saarlandes wird gebeten! Eintritt frei! Am Sonntag, 26. April 2015, können Sie selbst „Fragen an die Autorin“ stellen. SR 2 KulturRadio überträgt seine Sendung in Zusammenarbeit mit der Arbeitskammer des Saarlandes aus dem gerade renovierten Rechtsschutzsaal in Friedrichsthal-Bildstock.

Samstag, 18. April 2015

Maak, Wohnkomplex

Sonntag, 19.04.2015 11.04 bis 12.00 Uhr SR2
Niklas Maak: Wohnkomplex Warum wir andere Häuser brauchen. rscheinungsdatum: 29.09.2014, 320 Seiten, Hanser Verlag, Fester Einband ISBN 978-3-446-24352-1 Hanser Verlag. 21,90 Euro
Wohnen wir nur oder leben wir auch? Warum versprechen sich viele Menschen vom Einfamilienhaus ein besseres Leben? Sie verlassen die Städte und ziehen ins Umland, wo sich ein trostloser Siedlungsbrei in die Landschaft ergießt. Häuser für Kleinfamilien, wie wir sie heute kennen, werden wir uns in Zukunft ökonomisch und ökologisch ohnehin nicht mehr leisten können. Wie aber sollen unsere Häuser in Zukunft aussehen? Was verraten sie über unser Leben? Könnte man sie sich ganz anders vorstellen? Dieses Buch, witzig, streitbar und bestens recherchiert, zeigt, dass das Bauen in Deutschland neu gedacht werden muss. Und wie man andernorts in Europa, Japan und Amerika bereits wohnt – jenseits von Vorstadteinöde und Apartmentriegel. Niklas Maak, 1972 in Hamburg geboren, studierte in Hamburg und Paris Kunstgeschichte, Philosophie und Architektur und promovierte in Kunstgeschichte. Von 1999 bis 2001 war er Redakteur für Architektur und Streiflicht-Autor der Süddeutschen Zeitung. Seit 2001 ist er Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Maak lehrte u.a. als Gastprofessor Architekturgeschichte an der Städelschule in Frankfurt am Main sowie an den Universitäten in Basel und Berlin. Heute lebt er in Berlin und leitet das Kunstressort der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Für seine Arbeit erhielt er den George-F.-Kennan-Preis, 2012 den Henri-Nannen-Preis und zuletzt den COR-Preis 2014 für Architekturkritik.

Sonntag, 12. April 2015

Zuckermann, Israels Schicksal

Saarländischer Rundfunk Sonntag, 12.04.2015 11.04 bis 12.00 Uhr Fragen an den Autor
Prof. Moshe Zuckermann: "Israels Schicksal". Wie der Zionismus seinen Untergang betreibt
224 S., 2014 Promedia, ISBN 978-3-85371-375-4, kartoniert , 17,90 €
Seine politischen Führer und Ideologen haben den Staat Israel an eine historische Weggabelung manövriert, von der nur Sackgassen auszugehen scheinen. Israel sieht sich vor eine Wahl gestellt, die ihm letztlich nur zwei Möglichkeiten offenhält: Es kann sich zur Lösung des Konflikts mit den Palästinensern für die Zwei-Staaten-Variante entscheiden, d. h. eine Friedenslösung zwischen zwei souveränen Staaten Israel und Palästina akzeptieren. Israel kann aber auch eine territoriale Teilung zwischen Israel und Palästina torpedieren. In diesem Fall muss es in Kauf nehmen, dass innerstaatlich eine binationale Struktur entsteht, die tendenziell zu jenem demographischen Zustand führt, bei dem die Juden zur Minderheit im eigenen Land werden. In einem solchen Fall könnte Israel einen Apartheid-Staat unterhalten oder einen binationalen Staat offiziell anvisieren. Eine binationale Lösung wäre mit Entscheidungen verbunden, die den Zionismus – Israels Staatsideologie – gravierend belasten, ja das gesamte zionistische Projekt infrage stellen. Dass letztlich nichts an einer Zwei-Staaten-Lösung vorbeiführt, wie Zuckermann meint, leuchtet den meisten Politikern ein. Der Autor stellt daher die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass die Rettung des zionistischen Projekts nicht wahrgenommen wird. Man kann den Palästinensern die Schuld an der verfahrenen Situation zuschieben, die Sicherheitslage im arabischen Umfeld verantwortlich machen oder die innere ideologische Zerrissenheit als Grund nennen. Eine Möglichkeit ist aber nie wirklich erörtert worden: dass Israel die historische Entscheidung seit 1967 nie angestrebt hat, weil der Zionismus selbst nicht an die Zukunft seines eigenen Projekts glaubt. Diese Möglichkeit erörtert Zuckermann in seinem neuen Buch. Er geht dabei strukturanalytisch und ideologiekritisch vor und nimmt historische Abläufe, politische Kontexte und gesellschaftliche Klüfte ins Visier. Eine der Erklärungen liegt im Ideologischen, wobei der Autor zwischen der religiösen und der säkularen Koordinate unterscheidet. Erstere basiert auf der „Ewigkeit Israels“ und dem Gottesglauben, der sich von nichts und niemandem abschrecken lässt. Die säkulare Ideologie wiederum geht vom „Primat der Sicherheit“ aus und verweigert der palästinensischen Seite den Frieden. Die historische Entscheidung zwischen einer Zwei-Staaten-Lösung und einem binationalen Projekt steht jedenfalls an. Der Verfasser Moshe Zuckermann, 1949 in Tel Aviv geboren, ist Professor für Geschichte und Philosophie an der Universität Tel Aviv. Als Sohn von Holocaust-Überlebenden entschloss er sich nach zehnjährigem Aufenthalt in Deutschland mit 20 Jahren zur Rückkehr nach Israel. Er gilt als profunder Kritiker israelischer Politik. Zuletzt erschien von ihm bei Promedia „‚Antisemit!‘ Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument“ (2010, 3. Auflage 2014).
Pressestimmen zum Buch: Heiko Flottau in der "Süddeutschen Zeitung" am 10. März 2015: "Moshe Zuckermann wünscht sich in seiner verständlich geschriebenen Studie keineswegs das Ende des Zionismus. Im Gegenteil, er möchte diesen und damit Israel retten: Die Gründung eines Palästinenserstaates scheint ihm dafür unabdingbar zu sein. Allein, den Willen zu solch einer historischen Großtat sieht Zuckermann nirgends. So stellt er denn die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass der Zionismus dem jüdischen Volk nicht einmal in dem von ihmgeschaffenen Staat eine sichere Heimstätte geschaffen habe. (...) Da der Zionismus, so Zuckermann, den eigenen Untergang betreibe, werde auch das „zionistische“ Israel untergehen. Ob es dann einen 'nichtzionistischen Neubeginn mit emanzipatorischem Horizont' oder eine 'ruchlose, faschistisch- repressive Degeneration' geben werde, sei nicht vorauszusagen."
Hannes Heine in "Der Tagesspiegel" vom 22. Januar 2015: "Moshe Zuckermanns neues Buch ist eher etwas für Kenner denn für Unbedarfte, eher für solidarische Kritiker denn für bedingungslose Israel-Fans. In seinem Band will Zuckermann zeigen, wie es soweit kommen konnte, dass man sich in Israel wird entscheiden müssen: einen Palästinenserstaat zu akzeptieren oder in ein Israel einzuwilligen, dem künftig zwar die besetzten Gebiete gehören, dessen Gesamtbevölkerung aber mehrheitlich Araber sein würden."
Der "WDR" am am 12. Januar 2015: "Der in Tel Aviv lehrende Historiker und Soziologe Moshe Zuckermann stellt in seinem neuesten Buch "Israels Schicksal. Wie der Zionismus seinen Untergang betreibt", eine mutige These auf. Danach ist der in Israel als Staatsdoktrin herrschende Zionismus dabei, das "zionistische Projekt" eines Staates, in dem die Juden die Mehrheit bilden, bewusst gegen die Wand zu fahren. Denn die konstante Verweigerung der Zwei-Staaten-Lösung bedeutete objektiv die Entstehung einer binationalen Struktur, in der die jetzige palästinensische Minderheit zur Mehrheit wird und nur durch ein noch rigoroseres Apartheids-Regiment als jetzt beherrscht werden kann. Was – auch international – der Existenzberechtigung des Staates Israels vollends den Boden entzöge."
Reinhard Jellen in "Telepolis" am 25. Januar 2015: "Nach dem Anschlag in Paris und den Anti-Terroreinsätzen in Belgien wird in vielen jüdischen Gemeinden in Europa über ein Anschwellen des Antisemitismus und eine Auswanderung nach Israel diskutiert. Der Geschichts- und Philosophieprofessor Moshe Zuckermann hält dies für einen falschen Weg, weil die Juden in Israel aufgrund des Konflikts mit den Palästinensern seiner Ansicht nach einer weit größeren Gefahr ausgesetzt wären. Er begründet diesen Gedanken ausführlich in seinem neuen Buch."
Jens Renner in der Zeitschrift "ak-Analyse und Kritik" Nr. 601 vom 20. Januar 2015: "Zuckermann hält sowohl einen 'nichtzionistischen Neubeginn mit emanzipativem Horizont' für möglich, aber auch den 'langen Weg einer ruchlosen, faschistisch-repressiven Degeneration'. Starke Worte."
Martin Woker in der "Neuen Zürcher Zeitung" am 18. Dezember 2014: "'Die bittere Wahrheit ist, dass das Leben des jüdischen Einzelmenschen nirgends auf der Welt so gefährdet ist wie gerade in Israel; . . .', schreibt der in Israel lehrende deutschsprachige Historiker Moshe Zuckermann. Die Schuld an diesem Umstand sieht der Autor im Wesen des Zionismus begründet, der seinen Untergang betreibe. Der Zionismus habe seine selbst proklamierten Ziele nie wirklich ernst genommen, seine Vision sei ein Märchen geblieben. Zuckermanns radikale, doch wohlbegründete Kritik stützt sich auf die Einschätzung, wonach Israel heute vor einer historischen Entscheidung stehe: eine Zwei-Staaten-Lösung mit einem souveränen Staat Palästina an der Seite Israels oder ein binationaler Staat, in dem Juden und Palästinenser als gleichwertige Bürger gemeinsam leben würden".
Yael Kupferberg in der Sendung Lesart im "Deutschlandradio Kultur" am 1. November 2014: "So gnadenlos die Kritik am falschen Bewusstsein Israels ausfällt – mit schwacher Hoffnung, dass es gut ausgehen könne beendet Zuckermann seine Publikation. Die Lektüre ist empfehlenswert. Sie entlässt den Leser auch mit der Einsicht, dass der Konflikt im Nahen Osten europäischen Ursprungs ist."
Winfried Stanzick auf dem Portal versalia am 20. Oktober 2014: ""Viele Gründe für die verfahrene Situation in Israel und Palästina sind genannt worden und wurden im letzten Gaza-Krieg wiederholt. Einmal sind die Palästinenser schuld an ihrer Situation, ein anderes Mal ist die Sicherheitslage im arabischen Umfeld verantwortlich oder die innere Zerrissenheit der israelischen Gesellschaft. Moshe Zuckermann wagt eine neue These: der Zionismus glaubt selbst nicht mehr an die Zukunft seiner eigenen Projekts."
Arn Strohmeyerauf am 18. Oktober 2014: "Zuckermann hat mit seinem Buch eine scharfe und glänzende Analyse des deutsch-jüdischen und deutsch-israelischen Verhältnisses geliefert, die natürlich auf erbitterten Widerstand stoßen wird. Es ist aber schwierig, ihn zu widerlegen, weil jeder Angriff auf sein Buch seine Thesen nur belegt. Aber sein Ansatz ist richtig und wahr. Es ist gut, dass dieser mutige Israeli gerade der Deutschen die Augen für die Realitäten in Israel öffnet, die die meisten Deutschen sich weigern zur Kenntnis zu nehmen. Es wird höchste Zeit, dass dieser so wichtige Politik-Bereich aus seiner ideologischen Erstarrung befreit wird. Das kann einem wirklichen Nahost-Frieden, der diesen Namen verdient, und damit gerade auch Israel nur gut tun."
Bettina Marx im "Deutschlandfunk" am 6. Oktober 2014: "Moshe Zuckermanns Buch ist ein Essay über die Lage seines Landes, das sich über fast 50 Jahre in eine politische Ausweglosigkeit hineinmanövriert hat, die offenbar immer neue und grausamere Runden der Gewalt notwendig macht. Die letzte fand erst im vergangenen Sommer statt, als Israel 51 Tage lang Krieg gegen den Gazastreifen führte. Mehr als 2.000 Tote forderte dieser Waffengang, mehr als 10.000 Palästinenser wurden verletzt, 100.000 obdachlos. Der zugrunde liegende Konflikt jedoch wurde nicht gelöst. Im Gegenteil. Beide Seiten erwarten schon in absehbarer Zeit einen neuen Gewaltausbruch. Ist dies 'Israels Schicksal', wie der Titel von Zuckermanns Buch lautet? Im Untertitel scheint der Autor seine Antwort zu geben: 'Wie Israel seinen Untergang betreibt'." Winfried Stanzick am 20. Oktober 2014: "Auch im neuen Buch proklamiert Moshe Zuckermann eine Zwei-Staaten-Lösung und forscht den Ursachen nach, warum es nicht zu einer nur so erfolgreichen Rettung des zionistischen Projekts kommt. Viele Gründe für die verfahrene Situation in Israel und Palästina sind genannt worden und wurden im letzten Gaza-Krieg wiederholt. Einmal sind die Palästinenser schuld an ihrer Situation, ein anderes Mal ist die Sicherheitslage im arabischen Umfeld verantwortlich oder die innere Zerrissenheit der israelischen Gesellschaft. Moshe Zuckermann wagt eine neue These: der Zionismus glaubt selbst nicht mehr an die Zukunft seines eigenen Projekts."

Samstag, 4. April 2015

Freistetter, Asteroid now

Saarländischer Rundfunk Sonntag, 05.04.2015 11.04 bis 12.00 Uhr Fragen an den Autor
Dr. Florian Freistetter: "Asteroid Now" Warum die Zukunft der Menschheit in den Sternen liegt Hanser Verlag,
Erscheinungsdatum: 02.02.2015, 236 Seiten,
Fester Einband : ISBN 978-3-446-44309-9 17,90 €
Wie Astronomen unsere Welt retten: eine Ode an die Raumfahrt, die das Überleben der Menschheit sichern wird.
Ein Asteroid rast auf die Erde zu und droht alles Leben auszulöschen. Es bleiben nur noch wenige Wochen, um die Katastrophe abzuwenden. Im letzten Moment gelingt es einem Team von Astronomen, den Himmelskörper mit Hightech-Lasern in eine neue Bahn zu lenken. Was wie der Plot eines Hollywoodstreifens klingt, ist Gegenstand heutiger Forschung. Astronomen entwickeln unermüdlich Systeme, mit denen wir Asteroiden von der Erde aus abwehren können – aber auch Raumschiffe mit Ionenantrieb und Weltraumlifte, die uns zum Mond hinauffahren. Ein faszinierender Überblick über die Möglichkeiten der Technik und die Erkenntnisse der Astronomie. Und vor allem – ein Ausblick in die Zukunft der Menschheit. .

Vorschau zur Buchvorstellung "Fragen an den Autor"

Vorschau zu "Fragen an den Autor"
12. April: Prof. Moshe Zuckermann: „Israels Schicksal. Wie der Zionismus seinen Untergang betreibt"
19. April: Niklas Maak: „Wohnkomplex - Warum wir andere Häuser brauchen"
26. April, LIVE aus Bildstock: Dr. Gisela Burckhardt: „Todschick. Edle Labels, billige Mode – Unmenschlich produziert"
3. Mai: Gabriele Krone-Schmalz: „Russland verstehen. Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens"

Freitag, 27. März 2015

Schirra, Isis. Der globale Dschihad

Sonntag, 29.03.2015 11.04 bis 12.00 Uhr SR2 "Fragen an den Autor": Bruno Schirra: "ISIS. Der globale Dschihad" Wie der "Islamische Staat" den Terror nach Europa trägt
Wer? Bruno Schirra
Das Buch? „ISIS. Der globale Dschihad. Wie der 'Islamische Staat' den Terror nach Europa trägt“ 
Wann? Sonntag, 29. März 2015, ab 10.30 Uhr
Wo? Saalbau, Homburg
336 S., 2015, ISBN 978-3-430-20193-3 Econ Verlag 18 €
Wie uns der "Heilige Krieg" überrollt ISIS – der »Islamische Staat« – hat binnen weniger Wochen das erreicht, wovon Al-Qaida immer geträumt hat. Er verfügt über Land, enorme Finanzressourcen, Zehntausende Kämpfer und hat Zugang zu chemischen und biologischen Massenvernichtungswaffen. Der Nahost-Experte Bruno Schirra recherchiert seit Jahren zu islamistischen Netzwerken. Er beleuchtet den Ursprung und die neue Qualität des Terrors und zeigt die Verbindungen zur deutschen und europäischen Salafisten-Szene auf. Spätestens seit der Anschläge in Paris steht fest: Der Globale Dschihad ist in Europa angekommen. Ein fundierter, packender Bericht zu den Gefahren und zur Praxis des islamistischen Terrors.

Samstag, 21. März 2015

Wallraff, Die Lastenträger

Sonntag, 22.03.2015 11.04 bis 12.00 Uhr SR" "Fragen an den Autor" :
Jetzt kommt das Team Wallraff – denn Ausbeutung verschwindet nicht, ändert nur ihr Gesicht
298 S. , 2014 Kiepenheuer & Witsch, ISBN 978-3-462-04625-0 14,99 €
Werkvertrag, Zeitarbeit, Tagelöhner, Franchising, Sub-Sub-Unternehmer, Honorarkraft oder Handschlagvertrag – nicht nur am Rande der Arbeitsgesellschaft bleibt arm und ungesichert, wer in die neuen Arbeitsrahmen eingespannt wird. Das geht in die Mitte hinein, bei Mercedes oder als IT-Experte auf dem freien Markt. Arbeit im freien Fall. Als wären die Erfolge von 150 Jahren Kampf für Menschenwürde in der Arbeitswelt wieder ausgelöscht. Als hätte die »Dritte Welt« in diesem Sektor der Metropolen schon Einzug gehalten. Arbeit auf Abruf, ohne Halt und Perspektive – das haben die Logistikbranche und der Internethandel nicht erfunden. Aber sie effektivieren dieses System täglich und stündlich. Deshalb bilden Fälle aus diesem Sektor einen Schwerpunkt. Es kommen Geschichten von Altenpflege auf Konzession, Lebensmittelverkauf im Franchisesystem oder Scheinselbständigkeit in Weltkonzernen hinzu. Und es werden Fragen an Politik und Rechtssystem in diesem Land gestellt, die diese massenhaften Rechtsbrüche zulassen oder sogar vorantreiben und dem schleichenden Aushöhlen von Würde und Respekt im Arbeitsleben keine Schranken setzen. Widerstand gegen die moderne Feudalherrschaft in der Arbeitswelt scheint eher von unten zu kommen. Auch davon berichtet dieses Buch, das von Günter Wallraff herausgegeben wird und im Projekt work-watch.de entstanden ist, einer Einrichtung, die sich zum Ziel gesetzt hat, den neuen Arbeitsrealitäten ins Auge zu sehen – jenseits des schönen Scheins – und von Fall zu Fall intervenieren.

Samstag, 14. März 2015

Wehrle, Herr Müller, Sie sind doch nicht schwanger ?

Sonntag, 15.03.15 11.04 bis 12 Uhr SR2 "Fragen an den Autor" Moderator: Kai Schmieding:
Martin Wehrle: Herr Müller, Sie sind doch nicht schwanger?! Warum das Berufsleben einer Frau für jeden Mann ein Skandal wäre.
Paperback, Klappenbroschur, 320 Seiten, 13,5 x 20,6 cm ISBN: 978-3-442-39255-1, Mosaik Verlag 14,99 € Was wäre los im Land, wenn Männer ein Fünftel weniger als Frauen verdienten? Wenn sie bei Beförderungen übergangen und beim Reden dauernd unterbrochen würden? Wenn sie leichtbekleidet im Sekretariat sitzen und für Chefinnen den Kaffee kochen müssten? Die Hölle wäre los! Dass Frauen so behandelt werden, ist aber ganz normal. In seinem neuen Buch dreht Martin Wehrle den Spieß um: Da passiert das alles einem Mann, der eines Morgens als Frau aufwacht, Herrn Müller. Ein Kunstgriff, der die tägliche Diskriminierung lächerlich macht und den Skandal verdeutlicht. Was auf den ersten Blick amüsiert, beschämt auf den zweiten – und fordert für Frauen das Recht auf Erfüllung, auf Karriere mit (und ohne) Kind und auf ein anständiges Gehalt. Das Buch zeigt Frauen, wie sie Fallen im Beruf umgehen, ihre Wünsche durchsetzen und ihr persönliches Glück finden. Zukunftsweisende Aussagen - amüsante Lektüre.

Samstag, 7. März 2015

Fratzscher, Die Deutschland-Illusion

Sonntag, 08.03.2015 11.04 bis 12.00 Uhr SR2 "Fragen an den Autor"
Prof. Marcel Fratzscher: Die Deutschland-Illusion. Warum wir unsere Wirtschaft überschätzen und Europa brauchen Hanser Verlag. 19,90 Euro 278 S. , 2014 Hanser, ISBN 978-3-446-44034-0
Marcel Fratzscher räumt auf mit dem Irrglauben, Deutschland käme ohne Europa besser zurecht. Deutschland sieht sich gern als Hort der Stabilität in einem unsicheren Europa. Es ist stolz auf seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und darauf, dass es ziemlich ungeschoren durch die Krise gekommen ist. Doch das schöne Bild trügt. Deutschland hat seit dem Jahr 2000 deutlich weniger Wachstum zu verzeichnen als andere europäische Staaten. Zwei von drei Arbeitern sind heute schlechter gestellt als vor 15 Jahren. Die deutsche Wirtschaft und der Staat leben von ihrer Substanz. Marcel Fratzscher legt den Finger in die Wunde und benennt die Herausforderungen, denen sich Politik und Gesellschaft stellen müssen. Und er räumt auf mit dem Irrglauben, wir kämen ohne Europa besser zurecht. Marcel Fratzscher, Jahrgang 1971, studierte in Kiel, Oxford, Harvard und Florenz. Nach verschiedenen beruflichen Stationen, u. a. bei der Europäischen Zentralbank, der Weltbank und dem Peterson Institute for International Economics in ...

Samstag, 28. Februar 2015

Müller, Versichert, verraten, verkauft

Sonntag, 01.03.2015 11.04 bis 12.00 Uhr SR2 "Fragen an den Autor"
Leo Müller: "Versichert, verraten, verkauft"
Wie Versicherungen mit unserem Geld umgehen Econ Verlag. 19,99 Euro, gebunden mit Schutzumschlag, 352 Seiten, ISBN-13 9783430201766
Policen vor dem Crash: Die Versicherungen wanken, für Millionen Kunden ist Gefahr im Verzug: Lebensversicherungen und private Krankenversicherungen reduzieren ihre Leistungen. Der Grund: Milliardenlöcher in den Bilanzen, geringe Kapitalpuffer, Zinsfalle, Anlagebetrug, Korruption. Bereits ab 2015 wird es Solvenzprobleme geben, müssen Policen aufgelöst werden. Viele Versicherungen werden sich nur noch auf Kosten ihrer Kunden sanieren können. Leo Müller erklärt anhand konkreter Fälle, wie die Abzocke funktioniert und Kunden um ihre Gelder gebracht werden. Exklusive Enthüllungen, brillant recherchierte Fälle, spannend wie ein Krimi - das schockierende Porträt einer Branche im Sinkflug. Vielleicht bräuchten wir eine Versicherung gegen Versicherungen.
Das Ansehen der Versicherungsunternehmen hat durch diverse Skandale in der Vergangenheit einen neuen Tiefpunkt erreicht, wie es Leo Müller bereits im Vorwort zusammenfasst: "Bordellreisen und Renditelügen, Schurken und Kleingangster an der Verkaufsfront, korrupte Deals mit Firmenkunden, Bestechung, Adressenhehlerei und Fondsgeschäfte mit Anlagebetrügern.". Die Kunden wissen mittlerweile, welche immensen Provisionen sie z.B. bei Lebensversicherungen zahlen - auf Kosten der eigenen Rendite. Leo Müller geht in seinem Buch "Versichert, verraten, verkauft" der Frage nach, ob das Geschäftsmodell überhaupt noch funktioniert und wie sicher die Kundeneinlagen von rd. 824 Milliarden Euro heute noch sind. Besonders kritisch sieht Müller die Strukturvertriebe, die mit ihren "Drückern" an der Haustüre häufig nur provisionsträchtige Lebensversicherungen verkaufen wollen. Daher widmet er sich zu Beginn seines Buches auch mit dem Aufstieg und Fall der Mutter aller Strukturvertriebe: die Investors Overseas Services (IOS). Über eine hierarchisch organisierte Heerschar von Vertretern wurden erstmals an der Haustüre - statt in einer Bankfiliale - Finanzprodukte verkauft. IOS erlebte in den 50er-Jahren mit ihrem Gründer Bernhard Cornfeld einen weltweit kometenhaften Aufstieg. Der undurchsichtige und in verschiedensten Steuerparadiesen ansässige Finanzkonzern handelte mit Aktienfonds, Immobilien und Versicherungen. In den 70er-Jahren ging der IOS das "frische Geld" aus, die Kurse der IOS-Aktien Aktien fielen und es kam zur Insolvenz. Das IOS-Modell mit seinem Strukturvertrieb und dem Kampf um Provisionen lebte aber in neuen Organisationen wie z.B. der HMI (Hamburg-Mannheimer Invest), DVAG (Deutsche Vermögensberatung), OVB Vermögensberatung und der AWD (Allgemeiner Wirtschaftsdienst, Stichwort "Maschmeyer") weiter. Eine absolut lesenswerte und spannende Darstellung, die die Funktionsweise dieser Vertriebe auch für den Laien verständlich beschreibt. Aber auch andere Fehlentwicklungen beschreibt Müller fundiert und ausführlich - immer unter Angabe der Quellen: Fragwürdige Anreizsysteme für die Vermittler, bedenkliche Einflussnahme der Lobbyisten auf die Politik mit Schaffung neuer Finanzprodukte zur privaten Altersvorsorge ("Riester-Rürup-Täuschung"), zweifelhafte Fondsanbieter bis hin zum Anlagebetrug mit professionell gestalteten Produkten, die auch von Versicherungsvertretern vertrieben wurden. Dass dies keine Einzelfälle mehr sind, zeigt Müller anhand zahlreicher Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit und geht der Frage nach, warum die Versicherungskonzerne bei der Wahl der Fonds nicht gewissenhafter sind. Eine Zeitbombe sieht Müller in den Altverträgen der Lebensversicherungen mit ihrem hohen Garantiezins. In Zeiten niedriger Zinsen müssen auslaufende Anleihen, die mit hohen Zinsen gekauft wurden, nach und nach durch neue Anleihen ersetzt werden, die eine viel geringere Rendite abwerfen. Eine Zinsfalle für das Unternehmen, da sinkende Zinseinnahmen auf der Anlageseite hohen Zinsversprechen auf der Kundenseite gegenüberstehen. Müller zeigt auf, mit welchen Verkaufstricks manche Versicherer arbeiten (Umschichtung von Verträgen, fondsbasierte Produkte etc.), um ihre Bilanzen zu verbessern. Gelingt es den Versicherern nicht, ihre Ertragslage zu verbessern, sind auch Insolvenzen denkbar. Nur leider sind dann die Kundengelder weit weniger geschützt als bei einer Bankeninsolvenz. Mit 20 praktischen Tipps zum Schutz des eigenen Vermögens rundet der Autor sein Buch ab. Müller konzentriert sich in seinem Buch ausschließlich auf die negativen Auswüchse in der Versicherungsbranche und hier vor allem auf den Vertrieb von provisionsträchtigen Lebensversicherungen. Auch wenn einige seiner Ausführungen etwas reißerisch und plakativ daherkommen, so ist sein Buch ein seriöses und fundiertes Wirtschaftsbuch, das Licht in die Probleme der Versicherungsbranche bringt. Besuchen Sie auch den Blog http://fachanwalt-versicherungsrecht.blog.de

Samstag, 21. Februar 2015

Bude, Gesellschaft der Angst

Sonntag, 22.02.2015 11.04 bis 12.00 Uhr SR2 "Fragen an den Autor"
Heinz Bude: "Gesellschaft der Angst" ISBN :9783868542844, Erscheinungstermin:01.02.2015, Verlag:Hamburger Edition, gebunden, 150 Seiten,
Angst kennzeichnet eine Zeit, in der in Europa Populisten von rechts im Anmarsch sind, in der sich unter ganz normalen Leuten Erschöpfungsdepressionen ausbreiten und in der der Kapitalismus von allen als Krisenzusammenhang erlebt wird. Angst ist der Ausdruck für einen Gesellschaftszustand mit schwankendem Boden. Die Mehrheitsklasse, die nach wie vor zur Wahl geht, die Biokost bevorzugt und deren Kinder das Gymnasium besuchen, fühlt sich in ihrem sozialen Status bedroht und im Blick auf ihre Zukunft gefährdet. Man ist von dem Empfinden beherrscht, in eine Welt geworfen zu sein, die einem nicht mehr gehört. Am Leitfaden des Erfahrungsbegriffs der Angst erfasst Heinz Bude eine Gesellschaft der verstörenden Ungewissheit, der runtergeschluckten Wut und der stillen Verbitterung. Das betrifft die Intimbeziehungen genauso wie die Arbeitswelt, das Verhältnis zu den politischen Angeboten ebenso wie die Haltung zur Finanzdienstleistung. Börsenkrisen, unübersichtliche Datenströme, Datenspeicherung, diese Begriffe machen Angst, und dennoch surfen wir weiter im WWW und steigen in die Achterbahn der Finanzmärkte, wenn sich die Möglichkeit einer Geldvermehrung bietet. Es handelt sich weniger um die Angst vor einem "großen Anderen", es ist die Angst vor den eigenen, schier unendlich wirkenden Möglichkeiten, zu denen wir uns verleiten lassen. Das Angstbild, das sich nach den Funktions- und Legitimationskrisen des Kapitalismus und des Internets ausbreitet, ist das Bild von selbstregulativen Systemen, die auf den Reaktionen und Entscheidungen der beteiligten Individuen beruhen. Welchen gesellschaftlichen Entwicklungen sehen sich die Menschen ausgeliefert, wo fühlen sie sich verlassen, bevormundet oder übergangen? Wie kann unser Ich der Angst standhalten und in welchen Ritualen und Diskursen kann es sich mit anderen über die gemeinsamen Ängste verständigen?

Samstag, 14. Februar 2015

Scholz, Generation Z

Sonntag, 15.02.2015 11.04 bis 12.00 Uhr bei SR2 :
Prof. Christian Scholz: "Generation Z" Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt 1. Auflage November 2014, 19,99 € 2014. 220 Seiten, Hardcover ISBN 978-3-527-50807-5 - Wiley-VCH, Weinheim
Bestellen für 19,99 €: Scholz, Generation Z
Hier für 17,99 € herunterladen: Scholz, Generation Z
"Arbeitsscheu", "Kuschel-Kohorte", "verwöhnt oder verwirrt", "radikale Egoisten" ... Das sind alles Beschreibungen für eine neue Generation, die langsam und unaufhaltsam auf uns zurollt - die Generation Z. Und nicht nur das, geradezu zombieartig steckt diese Generation auch Menschen anderer Generationen an. Da machen sich zwangsläufig Unsicherheit und ungute Gefühle unsere Zukunft betreffend breit. Christian Scholz gibt zu, dass all diese Beschreibungen stimmen. Aber die Generation Z ist noch viel mehr. In seinem Debattenbuch schaut er einmal kritisch genauer hin und bietet eine differenzierte Auseinandersetzung. Diese "Mutation" in unserer Gesellschaft hat Gründe und ist durchaus nachvollziehbar. Die Generation Z ist geprägt und desillusioniert durch die Wirtschafts- und Finanzkrise. Sie wächst auf mit Massenentlassungen und Leiharbeit auf der einen Seite und zweistelligen Millionengehältern bei Vorständen, die deren Leistung kaum oder gar nicht widerspiegeln, auf der anderen Seite. Deswegen lehnt die Generation Z jegliche emotionale Bindung an das Unternehmen ab. Sie besteht auf einer klaren Trennung zwischen Beruf und Privat. Freizeit und Familie gewinnen an Bedeutung und Arbeit ist nur noch Mittel zum Zweck, im besten Fall zwischen 9 und 17 Uhr. Auf keinen Fall werden E-Mails am Wochenende gecheckt oder sich am Sonntag nach dem "Tatort" noch mal an die Arbeit gesetzt. Bestimmende Themen dieser Gruppe sind Nachhaltigkeit, Verantwortung für die von den anderen Generationen vernachlässigte Umwelt und Fairness. Solche und weitere Informationen liefert das Buch und will damit zur Diskussion anregen: So kann man sicher über diverse Schattierungen der Generation Z streiten, vor allem aber darum, wie man mit ihr umgehen sollte und ganz besonders darüber, ob nicht vielleicht manches an Generation Z sogar erstrebenswert ist.

Samstag, 7. Februar 2015

Steinberg, Al-Qaidas deutsche Kämpfer

Sonntag, 08.02.2015 11.04 bis 12.00 Uhr auf SR2 :
Guido Steinberg: "Al-Qaidas deutsche Kämpfer". Die Globalisierung des islamistischen Terrorismus
464 Seiten mit Register und Landkarte. Klappenbroschur, 13 x 20 cm ISBN: 978-3-89684-162-9, 18 €
Al-Qaidas deutsche Kämpfer Die Dschihadisten-Szene in Deutschland gilt als die dynamischste Europas. Nirgendwo sonst in der westlichen Welt ist die Zahl der Rekruten für al-Qaida und andere Terrororganisationen ähnlich schnell gewachsen wie hier. Deutsche Glaubenskrieger aus Berlin, Hamburg und Bonn Konvertiten ebenso wie Immigranten reisen in Länder wie Pakistan, Tschetschenien und Somalia, werden dort militärisch ausgebildet und im terroristischen Kampf eingesetzt. Mittlerweile verfügen viele von ihnen über Kampferfahrung, erworben etwa in Afghanistan und seit einigen Jahren auch in Syrien. Guido Steinbergs umfassende, niemals alarmistische politische Analyse zeichnet die Radikalisierung dieser Kämpfer für Gott und al-Qaida nach und ordnet das Phänomen in die internationale Entwicklung des islamistischen Terrorismus ein. Um die drohende Terrorgefahr in den nächsten Jahren auch hierzulande abzuwehren, fehlen Deutschland bis heute starke und wirksame Sicherheitsmaßnahmen. Eindringlich warnt der Terrorismusexperte daher vor einer Entwicklung, die aus Deutschland kommend auch wieder dorthin zurückkehren kann.
Der Terror fanatischer Islamisten bedroht auch Deutschland. Mit dummen Sprüchen wie "Der Islam gehört zu Deutschland" wollen einige über die Probleme hinwegtäuschen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, mit welcher Art von Islam wir es in Deutschland zu tun haben. Gehört der Terror-Islam zu Deutschland ? Wenn ja, was tun wir dagegen ?

Sonntag, 1. Februar 2015

Feyder, Mordshunger

Sonntag, 2.Februar 2015 11.04 Uhr
Jean Feyder, Mordshunger. Wer profitiert vom Elend der armen Länder? Das Geschäft mit dem Hunger. Erschienen am: 06.10.2014, ISBN: 978-3-86489-078-9, 336 Seiten. 17,99 €
Können wir trotz Wirtschafts- und Finanzkrise vergessen, dass jeden Tag 25.000 Menschen, darunter 18.000 Kinder, an Hunger und Unterernährung sterben? Was sind die Ursachen der sich weiter ausbreitenden Welternährungskrise und wer sind die Profiteure? Die Politik versagt, aber es gibt Lösungen. Die Welternährungskrise breitet sich aus. Das 1996 erklärte Ziel, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren, ist in weite Ferne gerückt. Jean Feyder enthüllt die tieferen Ursachen dieses Hungerskandals und ein System, das in der Hauptsache den Finanz- und Wirtschaftsinteressen des Nordens zuspielt, nicht den Menschen im Süden. Er fordert einen radikalen Umbau des gesamten Ernährungssystems, denn sonst können die neun Milliarden Menschen von morgen nicht ernährt werden, ohne dass es zum ökologischen und sozialen Kollaps kommt. Gefordert sind wir alle – die westliche Welt wie die aufsteigenden Länder, die Zivilgesellschaft wie die Konzerne. Ein Globalisierungsbuch, das diesen Namen wirklich verdient!

Samstag, 24. Januar 2015

Zschocke, Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit

Sonntag, 25.01.2015 11.04 bis 12.00 Uhr SR2
"Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit" Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung Hardcover, Knaur MensSana HC 368 S., ISBN: 978-3-426-65753-9, € 19,99
Der Einfluss von Bakterien auf unsere Gesundheit, unser Immunsystem und unsere Stimmung ist immens. Immer mehr Erkrankungen werden mit der Zusammensetzung der Darmbakterien in Verbindung gebracht. Antibiotika haben eine verheerende Wirkung auf die Darmflora, ebenso wie falsche Hygienemaßnahmen und Ernährung. Ist das Ökosystem Darm im Gleichgewicht, können Probleme wie Allergien, Diabetes, Reizdarm, Übergewicht, ja sogar psychische Störungen wie Depressionen oder ADHS verschwinden. Dr. Zschocke zeigt anhand der neuesten Forschung auf, welch weitreichende Zusammenhänge es zwischen dem Mikrobiom Darm und einem guten Gesundheitszustand gibt, und macht Vorschläge, wie man seinen Darm optimal mit Mikroben versorgt.

Ploeger, Gute Aussichten für morgen.

18.1.15, 11.04 Uhr SR 2:
Sven Plöger, "Gute Aussichten für Morgen. Wie wir den Klimawandel bewältigen und die Energiewende schaffen können". Erschienen am: 10.11.2014, ISBN 978-3-86489-077-2, 320 Seiten, Westend Verlag, brosch. 17,99 €
Es besteht kein Grund zur Panik! Unbestritten ist: Der Klimawandel ist nicht mehr abzuwenden. Statt aber über das Ausmaß zu lamentieren, müssen wir zu einem konstruktiven Umgang mit den einsetzenden Veränderungen finden, die sich auf sämtliche Lebensbereiche auswirken. Die nun eingeleitete Energiewende ist ein guter Anfang. Sven Plöger zeigt, wie sie gelingen kann und wie wir den Klimawandel letztlich als Chance begreifen können. Der Klimawandel kommt, das steht außer Frage. Doch in welchem Ausmaß wird er uns treffen? Die Folgen werden wir in sämtlichen Lebensbereichen wie Wohnen, Verkehr und Landwirtschaft spüren. Wir werden konstruktive Lösungen finden müssen. Sachliche Unkenntnis und Lobbyismus verschiedener Interessengruppen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien haben jedoch zu einer undurchdringlichen Vielfalt an Meinungen geführt. Sven Plöger zeigt, wie diese Einzelinteressen endlich überwunden werden können, und macht damit den Blick frei für die Möglichkeiten, die sich uns eröffnen. Denn erst der Klimawandel verstärkt den Zwang, effizientere Technologien zu entwickeln und Alternativen zu fossilen Energieträgern wie erneuerbare Energien zu fördern.

Samstag, 10. Januar 2015

Kucklick, Die granulare Gesellschaft

Sonntag, 11.01.2015 11:04 bis 12:00 Uhr auf SR2:
Dr. Christoph Kucklick: "Die granulare Gesellschaft". Wie das Digitale unsere Wirklichkeit auflöst gebunden mit Schutzumschlag; 272 Seiten; ISBN-13 9783550080760 : 18 €
Warum wir im digitalen Zeitalter ein neues Gesellschaftsmodell brauchen Die Digitalisierung verändert unsere Wahrnehmung der Welt: Unsere Körper, die Natur, die Gegenstände – alles erscheint in höherer Auflösung, es existieren immer mehr Daten. Feinste Unterschiede werden erkennbar, das Individuelle überlagert das Allgemeine. Lässt sich unser gesellschaftliches Ideal der Gleichheit vor diesem Hintergrund aufrechterhalten? Im Umgang mit komplexen Daten sind uns Computer zusehends überlegen. Wer sind wir noch, wenn Intelligenz und Rationalität nicht mehr als allein menschliche Merkmale gelten können? Müssen wir uns vom homo rationalis zum homo irritabilis entwickeln, um uns von intelligenten Maschinen abzugrenzen?

Ulfkotte, Gekaufte Journalisten

Senundg vom 4.1.2015 in SR 2, 11.04 Uhr
: Udo Ulfkotte, Gekaufte Journalisten. Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken". Transatlantische Netzwerke, "politische Korrektheit", Tabuthemen. Wie frei sind die Medien?
Hochinteressantes Buch über Lügenjournalisten
Udo Ulfkotte : Gekaufte Journalisten.
Gebunden, 336 Seiten, Verlag: Kopp Verlag.
Preis: 22,95 €
Wenn Sie das Gefühl hatten, dass etwa bei den vielen einseitigen Hetzartikeln gegen Russland gekaufte Journalisten im Dienst von US-Tarnorganisationen tätig sind, könnte das der Wahrheit verdammt nahe kommen. Und wenn Sie den Eindruck haben, dass hinter der Hetzkampagne gegen die Protestbewegung Pegida ebenfalls zwielichtige Journalisten und Politiker stehen, die fremden Mächten dienen statt dem eigenen Volk, dürfte das wohl stimmen.

Zankl/Betz, Trotzdem genial

H. Zankl, K. Betz, 28.12.14: Trotzdem genial.
Heinrich Zankl/ Katja Betz, "Trotzdem genial. Darwin, Nietzsche, Hawkin und Co". Werden Beeinträchtigungen oft an anderer Stelle kompensiert? Führen ein kranker Körper oder eine kranke Seele oft zu großen Leistungen an anderer Stelle?

Vorschau zu "Fragen an den Autor"

Vorschau zu "Fragen an den Autor":
18. Januar 2015: Sven Plöger: Gute Aussichten für Morgen. Wie wir den Klimawandel bewältigen und die Energiewende schaffen können
25. Januar 2015: Dr. Anne-Katharina Zschocke: Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit. Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung
1. Februar 2015: Jean Feyder: Mordshunger. Wer profitiert vom Elend der armen Länder?
8. Februar 2015: Guido Steinberg: Al-Qaidas deutsche Kämpfer
15. Februar 2015: Prof. Christian Scholz: Generation Z. Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt

Sonntag, 21. Dezember 2014

Buschkowsky, Die andere Gesellschaft

Sonntag, 21.12.2014 11.04 Uhr SR 2:
Buschkowsky, Die andere Gesellschaft. Verlag: Ullstein Hc, 2014, 288 S., Gewicht: 545g, ISBN-13: 9783550080500 19,99 € Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky beobachtet in Berlin-Neukölln Lebenswelten, in denen der Staat nichts mehr zu sagen hat. In seinem neuen Buch nennt er Maßnahmen dagegen und hofft auf einen modernen Islam für eine moderne Gesellschaft. Kita-Pflicht für alle. Junge Lehrer zur Feuertaufe an die Problemschulen. Fürs Schulschwänzen werden finanzielle Leistungen gekürzt. Das sind einige der Forderungen, die Heinz Buschkowsky in seinem Buch aufstellt. Erste Schritte, die er vorsieht, um die Herausbildung einer "anderen Gesellschaft" einzudämmen – in Deutschland, in Berlin, in Neukölln, und ganz besonders in Neukölln-Nord, wo der Anteil der ausländischen, vor allem muslimischen, Bevölkerung bei über 40 Prozent liegt und 86 Prozent der Erstklässler aus Familien mit Migrationshintergrund stammen. Über diese Menschen waltet Heinz Buschkowsky kraft seines Amtes und beobachtet, wie sie ihm entgleiten. Sie verschleiern sich, werden zu radikalen Islamisten, schwänzen die Schule und begegnen einem mit "Was guckst du?". Heinz Buschkowsky will diesen Prozess verstehen und er will etwas dagegen tun. Im Buch "Die andere Gesellschaft" beschreibt er seine Begegnungen mit Schülerinnen und Sozialarbeitern, Familienoberhäuptern und Straftätern, Predigern und Publizistinnen aus seinem Bezirk. Die einen sind bekennende Islamkritiker, die meisten aber gläubige Muslime verschiedener Bildungsstufen und Nationalitäten. Wo ein Iman mehr zu sagen hat als ein Standesbeamter Buschkowsky berichtet von Lebenswelten, in denen nicht der Staat das Sagen hat, sondern Friedensrichter oder Imame, die Urteile aussprechen oder Paare vermählen und deren Wort mitunter mehr Gewicht hat als das eines deutschen Richters oder Standesbeamten. Er trifft sich mit ehrgeizigen eloquenten Abiturienten und mit Schulabbrechern, die sich kaum artikulieren können, fragt nach der Verbreitung des Salafismus und nach Zwangsverheiratung. Heinz Buschkowsky will Antworten hören, will diskutieren, will verstehen. Aber irgendwie will er nicht vorbehaltlos glauben, was ihm die "andere Gesellschaft" erzählt. "In wieweit mir ein Bär aufgebunden wurde oder ich - nach dem Motto 'Dem zeigen wir es einmal' - Teil einer Inszenierung war, kann ich natürlich nicht einschätzen." Man kann es "nüchterne Aufmerksamkeit" nennen. Oder "grundlegendes Misstrauen". Doch diese immer wieder aufkommende Zweifel des Autors an der Aufrichtigkeit seiner Gesprächspartner ist dem Ziel, die andere Gesellschaft besser zu verstehen nicht dienlich. Zumal der Verfasser einen Beleg für die "Halb- oder Unwahrheiten" schuldig bleibt und allein von seinem Empfinden spricht. Moderner Islam für moderne Demokratie "Die andere Gesellschaft" - der Titel benennt das, was der Neuköllner Bezirksbürgermeister aus dem Fenster seines Arbeitszimmers sieht: Vollbärtige Männer mit weißen Strickkäppis auf den Hinterköpfen und Frauen mit schwarzer Ganzkörperbedeckung. Das stört Heinz Buschkowsky. Er mag in seiner Welt keine verschleierten Frauen sehen. Nein, Heinz Buschkowsky will diese Menschen nicht fortschicken, wohin auch, da sie doch oft gebürtige Berliner sind. Buschkowsky plädiert viel mehr für klare Forderungskataloge für Migranten, die in Deutschland leben wollen. "Die Migranten sind durchaus bereit, sich den örtlichen Gepflogenheiten anzupassen. Wenn man ihnen diese aber nicht nahebringt, und sie frei schwebend entscheiden lässt, dann tun sie das, was sie allein für sich richtig finden." Ullstein)Denkwürdig an dieser Beobachtung ist, dass Heinz Buschkowsky anscheinend das Recht auf den freien Willen seinen Mitmenschen nur selektiv zuerkennt. Dafür schlägt er eine Art "Pflichtenheft für die Einwanderer" vor, mit dessen Hilfe die Gesellschaft ausformulieren und gegenchecken soll, wie die Integration erfolgt. Nein, Heinz Buschkowsky hat nicht im Sinn, den Islam aus dem Leben der türkischen oder arabischen Einwanderer zu verdrängen. "Wir sollten lieber beweisen, dass in einer modernen Demokratie auch Platz für einen modernen Islam ist." Es stellt sich jedoch die Frage, warum sich Heinz Buschkowsky bei seinen Kontakten mit der "anderen Gesellschaft" allein auf radikale, orthodoxe, konservative, rückständige Aspekte fokussiert und nicht selbst nach dem modernen Islam in seinem Multikulti-Bezirk sucht.
Dieses Buch bestätigt eindrucksvoll die Befürchtungen, die die Protestbewegung Pegida äußert. Leider haben deutschfeindliche Politiker die Probleme immer noch nicht erkannt.

Samstag, 13. Dezember 2014

Liessmann, Geisterstunde

14. Dezember 11.04 Uhr: Fragen an den Autor, SR2:
Prof. Konrad Paul Liessmann: „Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung"
Erscheinungsdatum: 29.09.2014. 192 Seiten, Zsolnay Verlag, Fester Einband ISBN 978-3-552-05700-5
Hier bestellen für 17,90 €: Nach der "Theorie der Unbildung" jetzt die Praxis: Konrad Paul Liessmanns neuer Beitrag zum heiß diskutierten Thema Bildung. Niemand weiß mehr, was Bildung bedeutet, aber alle fordern ihre Reform. Ein Markt hat sich etabliert, auf dem Bildungsforscher und -experten, Agenturen, Testinstitute, Lobbys und nicht zuletzt Bildungspolitiker ihr Unwesen treiben. Nach der "Theorie der Unbildung" nun also ihre Praxis: Das, was sich aktuell in Klassenzimmern und Hörsälen, in Seminarräumen und Redaktionsstuben, in der virtuellen Welt und in der realen Politik abzeichnet, unterzieht Konrad Paul Liessmann einer scharfen Kritik. Hinter der Polemik steht ein ernstes Anliegen: der Bildung und dem Wissen wieder eine Chance zu geben.

Samstag, 6. Dezember 2014

Sonntag, 07.12.2014 11:04 bis 12:00 Uhr SR 2
Prof. Rüdiger Frank: "Nordkorea". Innenansichten eines totalen Staates DVA Verlag Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 432 Seiten, 13,5 x 21,5 cm mit Abbildungen. ISBN: 978-3-421-04641-3, € 19,99
Tiefe Einblicke in ein verstörendes Land. Nordkorea ist das isolierteste Land der Erde. Wenige Nachrichten dringen aus dem vom Kim-Clan diktatorisch regierten Staat nach außen, und wenn, dann sind es meist Negativschlagzeilen: Nahrungsmittelknappheit, Menschenrechtsverletzungen, brutale Straflager, Atomwaffenversuche, Waffenhandel, Streit mit Südkorea. Die völlige ideologische Gleichschaltung wird von der Bevölkerung augenscheinlich klaglos hingenommen. Rüdiger Frank ist weltweit einer der wenigen Kenner Nordkoreas, seit vielen Jahren besucht er das Land regelmäßig. Er beschreibt die Machtstrukturen und die wirtschaftlichen Verhältnisse, das Geschichtsverständnis und den Alltag. Aus seiner langen Erfahrung berichtet er aber auch von den Veränderungen, die er in den letzten Jahren beobachten konnte, und versucht eine für uns unbegreifliche Gesellschaft ein wenig begreiflicher zu machen.

Vorschau zu Fragen an den Autor

Vorschau auf die nächsten Sendungen von "Fragen an den Autor":
14. Dezember: Prof. Konrad Paul Liessmann: „Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung"
21. Dezember: Heinz Buschkowsky: „Die andere Gesellschaft"
28. Dezember: Prof. Heinrich Zankl / Katja Betz: „Trotzdem genial. Darwin, Nietzsche, Hawking und Co"
4. Januar 2015: Dr. Udo Ulfkotte: „Gekaufte Journalisten. Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken

Samstag, 29. November 2014

Stolze, Krank durch Medikamente

Sonntag, 30.11.2014 11:04 bis 12:00 Uhr SR2
Cornelia Stolze: "Krank durch Medikamente" Erschienen am 13.10.2014 288 Seiten, Klappenbroschur. Mit 5 Grafiken und 18 Tabellen ISBN: 978-3-492-05664-9, Piper Verlag, 17,99 €
Hier bestellen: Stolze, Krank durch Medikamente Leiden auf Rezept ? Medikamente machen gesund? Schön wär`s! Tatsächlich machen sie häufig krank. Ob Herzrasen oder Bluthochdruck, Kopfschmerz oder Depression – hinter vielen weit verbreiteten Leiden stecken die Nebenwirkungen millionenfach verschriebener Medikamente. Doch oft werden sie nicht erkannt. Die Folge: fatale Fehldiagnosen und falsche Therapien. Noch nie haben wir so viele Schmerzmittel, Psychopharmaka, Cholesterinsenker und Betablocker geschluckt wie heute. Allein 2012 verordneten Ärzte den Deutschen mehr als 38 Milliarden Tagesrationen unterschiedlichster Medikamente. Doch viele Krankheiten, die heute diagnostiziert werden, gehen gar nicht auf körperliche oder seelische Defekte zurück, sondern sind Nebenwirkungen, die durch diese Medikamente hervorgerufen werden. Von Antibiotika, die depressiv machen können, bis hin zur Psychose, die durch Antimalariamittel ausgelöst werden kann. Cornelia Stolze, Biologin und Wissenschaftsjournalistin, zeigt anhand von Fallgeschichten, welche vielfältigen und unerwarteten Störungen selbst gängige Medikamente hervorrufen können. Sie erklärt die Ursachen für die massive Zunahme des Arzneimittelkonsums und zeigt, was jeder selbst für einen sicheren Umgang mit Medikamenten tun kann. Denn wer gut informiert ist, kann sich vor Arzneimittelschäden und deren Folgen schützen. Mit Übersichten der Medikamente und ihrer Nebenwirkungen

Samstag, 22. November 2014

Harrer, Nahöstlicher Irrgarten

Sonntag, 23.11.2014 11:04 bis 12:00 Uhr
Dr. Gudrun Harrer: Nahöstlicher Irrgarten. Analysen abseits des Mainstreams Gudrun Harrer Nahöstlicher Irrgarten Für Europäer sind die dramatischen Entwicklungen in der arabischen Welt nicht leicht zu verstehen. Wieso ist aus dem Aufstand in Syrien ein blutiger Religionskrieg geworden? Was sind die Ursachen der neuerlichen Gewaltexplosionen im Irak? Welche Pläne haben die Jihadisten, die als IS, Islamischer Staat, die Herrschaft im arabischen Raum anstreben? Auf diese und viele andere Fragen geht Gudrun Harrer in diesem Buch ein. Die Nahostexpertin und Leitende Redakteurin des „Standard“ liefert fundierte Informationen, zeigt Hintergründe auf, beleuchtet die historischen Entwicklungen. Die Zeichen stehen auf Sturm: Wer dieses Buch gelesen hat, weiß, warum. - Die Befriedung des Irak ist nicht gelungen. Im Gegenteil: Die sunnitischen Extremisten der IS sind dabei, einen neuen Terrorstaat zu errichten, mit weitreichenden Folgen für die umliegenden Länder. - Sunniten und Schiiten, seit Jahrhunderten verfeindet, tragen ihre religiösen Auseinandersetzungen in die Politik, nicht nur im Irak. In Syrien, wo eine Familie aus der religiösen Minderheit der Alawiten herrscht, eskalierten die Konflikte zum blutigen Krieg. - Dieser Krieg ist der Nährboden für die extremistischen Jihadisten, die nicht nur die Gemeinschaft der Alawiten physisch vernichten, sondern auf der ganzen Welt einen islamistischen Gottesstaat errichten wollen. - Im fundamentalistisch-islamischen Saudi-Arabien scheint indes ein Hauch eines Reformwillens zu wehen. Die familieninternen Positionierungen für die Erbfolge des greisen Königs Abdullah bin Abdulaziz lassen darauf schließen. - Ägypten wiederum ist mit der Wahl Abdulfattah al-Sisis wieder zur Herrschaft des Militärs zurückgekehrt – die Hoffnungen des arabischen Frühlings wurden bitter enttäuscht. - Und schließlich der Iran: Die Ungewissheit über das iranische Atomprogramm dieses mächtigen schiitischen Staates hängt wie ein Damoklesschwert über dem fragilen Gleichgewicht der Kräfte im Nahen und Mittleren Osten.

Montag, 3. November 2014

Hofstätter, Sie wissen alles

Sonntags von 11.04 bis 12.00 Uhr auf SR 2 KulturRadio: Fragen an den Autor
Am 2.11.2014:
Yvonne Hofstetter : Sie wissen alles. Wie intelligente Maschinen in unser Leben eindringen und warum wir für unsere Freiheit kämpfen müssen Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-10216-9, € 19,99 Verlag: C. Bertelsmann, Erscheinungstermin: 15. September 2014 Hochaktuelles Debattenbuch über die totalitäre Tendenz von Datensystemen Die Snowden-Enthüllungen schreckten weltweit auf. Big Data heißt das neue Geschäftsmodell der Überwachung – haben wir die Kontrolle über unsere Daten längst verloren? Yvonne Hofstetter, Expertin für künstliche Intelligenz, klärt auf: Die unvorstellbaren Datenmassen, die sekündlich abgeschöpft werden und durchs weltweite Netz fluten, sind allein noch kein Risiko. Denn die Gefahr für die freiheitliche Gesellschaft geht von intelligenten Algorithmen aus. Sie analysieren, prognostizieren und berechnen uns neu, um uns zu kontrollieren – autonom, schnell, überall und immer. Sie verbreiten sich als selbstlernende Haustechnik, vernetzte Autos oder elektronische Armbänder. Hofstetter fordert dazu auf, das einzige Supergrundrecht unserer Gesellschaftsordnung, die Menschenwürde, gegen die digitale Revolution zu verteidigen. Sie plädiert für eine neue Gesetzgebung, eine Ethik der Algorithmen und eine gesellschaftliche Debatte darüber, was der Mensch in Zukunft sein will. „Yvonne Hofstetter weiß, mit welchen Methoden Big Data die Solidargemeinschaft aushöhlt.“

Samstag, 11. Oktober 2014

Bröckers, Wir sind die Guten

Sonntag, 12.10.2014 11:04 bis 12:00 Uhr
Matthias Bröckers und Paul Schreyer:: Wir sind die Guten! Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren
Wer sind die Guten? Was geht Deutschland die Ukraine an? Und wie kommt es, dass ein gescheitertes Abkommen mit der EU zu einer der gefährlichsten Krisen geführt hat, die Europa in den vergangenen Jahrzehnten erlebte? Alles Putins Schuld? Oder ist die Wahrheit hinter diesem Konflikt, der nun den Frieden eines ganzen Kontinents bedroht, doch komplexer? Und welche Rolle spielen eigentlich die Medien? Sind sie noch unabhängige Berichterstatter oder längst selbst zur Partei geworden? Mathias Bröckers und Paul Schreyer schauen hinter die Kulissen eines politischen Spiels, das tödlicher Ernst geworden ist.
Seit der Westen sich im Kampf mit Putins Russland um die Ukraine wähnt, werden auch in Deutschland längst vergessene Kriegsängste wieder wach. Doch worum geht es in diesem Spiel wirklich? Und welche Rolle spielen die Medien? Irritiert spüren viele Leitartikler, wie ein wachsender Teil der Leserschaft ihnen nicht mehr länger folgt. Öffentliche und veröffentlichte Meinung gehen drastisch auseinander. Kritisiert wird eine Einseitigkeit in der Berichterstattung, die den Medienmachern selbst als böse Unterstellung gilt. Dabei ist das ständige Mantra vom "bösen Putin" kaum zu überhören. Wie kommt es, dass dem Publikum kein komplexeres Bild zugemutet wird? Bröckers und Schreyer schauen hinter die Kulissen und analysieren neben der Rolle der Medien auch den historischen Hintergrund des Ukraine-Konflikts, sowie die Rolle der Geopolitik. Denn tatsächlich sind Geostrategie und internationale Machtpolitik kein vergangenes Relikt des Kalten Krieges, sondern ein sehr einflussreiches Instrument der Gegenwart. Wer aber sind die realen Akteure und welche Interessen verfolgen sie? Gerade weil so viele US-hörige sogenannte Journalisten, die sich eher als US-Agenten betätigt haben, ständig gegen Russland gehetzt und übelste Lügenpropaganda verbreitet ha ben, ist es wichtig, dass diese völlig einseitigen "Journalisten" entlarvt werden. Dieses Buch liefert dazu einen wichtigen Beitrag.

Samstag, 4. Oktober 2014

Hüther, Die junge Nation

Sonntag, 05.10.2014 11:04 bis 12:00 Uhr
Prof. Michael Hüther: Die junge Nation. Deutschlands neue Rolle in Europa Eine wirtschaftspolitische Neubestimmung Deutschlands erschienen im September 2014, gebunden, 296 Seiten
ISBN: 978-3-86774-376-1 Murmann Verlag Preis: €19,99
Michael Hüther will 25 Jahre nach der Wende drei zentrale Revisionen öffentlicher Stereotypen vornehmen und damit eine Debatte nachholen, die damals nicht geführt wurde: - Was bedeutet die nationale Bürgergesellschaft für die Demokratie? - Wie anders ist die junge deutsche Nation nach 1989? - Warum muss europäische Integration neu gedacht werden? Sein Buch setzt Maßstäbe in der Auseinandersetzung um ein künftiges Europa selbstbewusster Nationen. Und entstaubt gründlich den alten ideologischen Nationenbegriff!

Samstag, 20. September 2014

Nowak, Wie viel Mensch braucht ein Hund

Sonntag, 21.09.2014 11:04 bis 12:00 Uhr SR2 :
Maja Nowak: "Wie viel Mensch braucht ein Hund", ORIGINALAUSGABE Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 272 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-442-39220-9, 17,99 € Verlag: Mosaik Verlag Erscheinungstermin: 14. Oktober 2013 Der neue Bestseller der erfolgreichen »Hundeflüsterin« Ergreifend und fesselnd erzählt die Hundeflüsterin Maike Maja Nowak von ihren faszinierenden Begegnungen mit Hunden und ihren Menschen: von dem alten Ehepaar, das einen Straßenhund rettet und sich ärgert, dass der erfahrene Leithund sich ihnen und ihrem Leben verweigert, von der jungen Frau, die über ihren Hund ihre tiefsten Ängste überwindet und von der Polizistin, die darum kämpft, dass ihr Hund an seiner Sucht nicht zu Grunde geht. Humorvoll wird es bei einem riesigen Mastiff und seinem duftenden Geheimnis und bei einem West Highland Terrier, der ein unglaubliches Hobby verfolgt. Mit ihrem außergewöhnlichen Einfühlungsvermögen zeichnet Maike Maja Nowak tierisch menschliche Beziehungsstrukturen nach und stellt sich und ihren Lesern die Frage: Wie viel Mensch braucht ein Hund wirklich? Und wie viel Mensch verträgt er? "Maike Maja Nowak ist erneut ein stilles und dennoch äußerst intensives Buch gelungen."

Samstag, 13. September 2014

Wecker, Mönch und Krieger

Sonntag, 14.09.2014 11:04 bis 12:00 Uhr SR2 :
Konstantin Wecker: "Mönch und Krieger". Auf der Suche nach einer Welt, die es noch nicht gibt Wie kann ein manchmal extremer Genussmensch sich als „Mönch“ bezeichnen? Kann ein erklärter Pazifist „Krieger“ sein? Konstantin Wecker versucht, Gegensätze zu verbinden. Besonders stört ihn die häufige Frontstellung: spirituelle contra politische Menschen. Gibt es wirklich nur spinnerte Esoteriker und bürokratische Politkommissare? Müssen wir Kunst und Mystik mit rationalem politischen Protest verbinden? Kann es eine menschenfreundliche Revolution nur geben, wenn auch privat eine Alternative gelebt wird

Sonntag, 7. September 2014

Lenzen, Bildung statt Bologna

Sonntag, 07.09.2014 11:04 bis 12:00 Uhr SR2 :
Prof. Dieter Lenzen: Bildung statt Bologna! 9,99 € Die europäische Hochschulreform ist in Deutschland katastrophal gescheitert. Dieter Lenzen sieht die Universitätsbildung in Gefahr. Seine Forderung: Wir müssen uns auf klassische Bildungsideale zurückbesinnen und selbständige, kritische Persönlichkeiten formen, anstatt reine Lernfabriken zu betreiben, die nur Spezialwissen vermitteln. Schneller studieren, internationaler studieren – das waren die hoch gesteckten Ziele der Bologna-Reform. Tatsächlich sieht die Situation an den Universitäten heute anders aus. Studenten hetzen von Prüfung zu Prüfung, erwerben Schmalspurwissen und sind menschlich unvorbereitet, wenn sie auf den Arbeitsmarkt kommen. Auch die Wirtschaft beobachtet manche Folgen von Bologna mit Sorge. In diesem Buch analysiert Uni-Präsident Dieter Lenzen, was Europa mit der klassischen Hochschultradition angestellt hat und in welche Richtung die Reform reformiert werden muss. Denn die zentrale Aufgabe der Universität besteht nach wie vor darin, kritisch denkende Persönlichkeiten zu formen - im Interesse von uns allen.

Mittwoch, 27. August 2014

Weik/Friedrich, Der Crash ist die Lösung

Sonntag, 31.08.2014 11:04 bis 12:00 Uhr SR2 :
Matthias Weik und Mark Friedrich: "Der Crash ist die Lösung" Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten Eichborn Verlag, Hardcover, 381 Seiten, Ersterscheinung: 16.05.2014 ISBN: 978-3-8479-0554-7 19,99 €
Es stellt sich längst nicht mehr die Frage, ob der Crash kommen wird – sondern lediglich wann. Denn alle Maßnahmen zur Banken-, Länder- und Eurorettung laufen auf volkswirtschaftliche Schadensmaximierung und den Staatsbankrott Deutschlands hinaus. Die Enteignung der Bürger für diesen Fall wird längst vorbereitet. Staatsanleihen, Renten- und Lebensversicherungen, Konten – das sind die großen Verlierer im Falle eines Crashs, der lieber früher als später kommen soll, denn nur dann sind Politik und Wirtschaft bereit, radikal etwas zu verändern. Wie man sein Geld rechtzeitig in Sachwerte umschichtet, um sein Erspartes nicht zu verlieren, erklären die Finanzstrategen für jeden verständlich.
Hinweis: Bei Focus online gibt es zu diesem Thema einen interessanten Artikel: "Knall am Finanzmarkt wird kommen. Crash-Propheten: "Der Staat versucht den Kapitalismus mit Kommunismus zu retten"..." Dringende Bitte an alle Anrufer der Sendung "Fragen an den Autor": nicht langatmig schwadronieren, keine vermeintlich klugen Vorträge ablesen, sondern eine kurze Frage stellen. Die Sendung heißt ja "Fragen an den Autor" und nicht "Wichtigtuerische Vorträge an den Autor". Leider gibt es Anrufer, die sich einbilden, sie könnten zu jedem Thema etwas Vernünftiges sagen und die dann in epischer Breite sich mit ihrem vermeintlichen Wissen wichtig machen wollen. Für solche selbstgefälligen Angeber ist die Sendung nicht gedacht.

Samstag, 23. August 2014

Sonntag, 24.08.2014 11:04 bis 12:00 Uhr SR2 :
Prof. Verena Winiwarter und Prof. Hans-Rudolf Bork : Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit 2014, Etwa 176 S. mit 150 Abb., Bibliogr. u. Reg., geb. mit Schutzumschlag Format 21,0 x 27,0 cm, ISBN 978-3-86312-069-6 Primus Verlag
Zwischen Anbetung und Ausbeutung: Das sind die beiden Pole zwischen denen das Verhältnis von Mensch und Natur seit jeher geschwankt hat. Denn schon seit frühester Zeit haben wir unsere Umwelt beeinflusst, geformt und verändert. Von den frühen Gesellschaften als Jäger und Sammler über den ersten Ackerbau bis hin zur Industrialisierung, zu Atomkraftwerken und zur Abholzung des Regenwaldes hat er in den natürlichen Kreislauf eingegriffen. Aber natürlich hat auch die Umwelt Einfluss auf unsere Entwicklung, unser Verhalten und unsere Geschichte gehabt.
Anhand von 60 exemplarischen Beispielen aus aller Welt berichten Hans-Rudolf Bork und Verena Winiwarter in diesem einzigartigen Sach-Bildband von den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur. Anschaulich und reich illustriert erläutern sie die Beweggründe des Menschen und zeigen ihre Folgen für Natur und Umwelt. Überbevölkerung, Hunger, Wassermangel… Ein Blick in die Geschichte und in andere Länder ist hilfreich, um zu erkennen, wie Probleme entstanden sind und wie sie zu beheben wären. Zum Umgang mit Wald oder mit dem Wasser gibt es z. B. die verschiedensten Strategien. Wie greifen Umwelt, Wirtschaft und Soziales ineinander? Wie können wir Wahlmöglichkeiten vergrößern statt „alternativlos“ zu werden? Passen Natur und Kultur zusammen?

Fragen an den Autor - nächste Sendungen

Vorschau auf die nächsten Sendungen von "Fragen an den Autor":
31. August: Matthias Weik & Marc Friedrich: Der Crash ist die Lösung. Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie ihr Vermögen retten
7. September: Prof. Dieter Lenzen: Bildung statt Bologna
14. September: Konstantin Wecker: Mönch und Krieger. Auf der Suche nach einer Welt, die es noch nicht gibt
21. September: Maja Nowak: Wie viel Mensch braucht ein Hund - Tierisch menschliche Geschichten

Samstag, 16. August 2014

Tatje, Fahrtenbuch des Wahnsinns

Sonntag, 17.08.2014 11:04 bis 12:00 Uhr in SR2 :
Claas Tatje: Fahrtenbuch des Wahnsinns. Unterwegs in der Pendlerrepublik Kösel-Verlag GmbH & Co., ISBN/EAN: 9783466310036 Preis: € 14,99
Odyssee zwischen Frühstück und Abendbrot. 33 Millionen Deutsche pendeln zur Arbeit. Jeder Einzelne schreibt dabei eine eigene Pendlerbiografie, doch alle erzählen von den gleichen Negativerfahrungen: Pendeln kostet Zeit, Nerven und Geld; nicht selten geht die Fahrerei auf Kosten von Gesundheit, Familie und Beziehung. Alle Partner und Kinder der Tages- und Wochenendpendler mitgezählt, ist so gut wie jeder mit dem Nomadendasein in Berührung. Das ewige Hin und Her macht eine Wesensart unserer Gesellschaft aus, die nicht nur Pendler betrifft, sondern Wirtschaftsfaktor und Politikum ist - und eine große Unbekannte in unserer Mitte. Claas Tatje geht dem Prinzip Pendeln auf den Grund: Macht es uns krank? Ist es überflüssig im Netzzeitalter? Wer profitiert? Und wie sieht die Zukunft des Pendelns aus? Seine detaillierte Inventur des Themas beantwortet die Frage, ob es in puncto Pendeln Zeit ist, die Notbremse zu ziehen - und ist nicht zuletzt ein Survival-Guide für alle Pendler. Odyssee zwischen Frühstück und Abendbrot 33 Millionen Deutsche sind Pendler Erstes Buch zum Brennpunkt-Thema Pendeln

Samstag, 9. August 2014

Langbein, Weißbuch Heilung

Sonntag, 10.08.2014 11:04 bis 12:00 Uhr SR2
Kurt Langbein: Weißbuch Heilung. Wenn die moderne Medizin nichts mehr tun kann
Wie ist es möglich, dass unheilbar kranke Menschen wieder gesund werden? Wenn Patienten ohne therapeutische Behandlung vollkommen genesen, stehen Ärzte vor einem Rätsel: Der Körper selbst lässt eine Erkrankung verschwinden. Die moderne Medizin leistet dazu keinen erkennbaren Beitrag. Solche Spontanheilungen gibt es immer wieder, verfügt doch unser Körper über eigene Organismen, um Krankheit und Verletzung zu überstehen. Alternative Heilmethoden können diese Selbstheilungskräfte unterstützen. Kurt Langbein, einer der renommiertesten Medizinjournalisten und selbst ehemaliger Krebspatient, stellt sich die Frage: Wie funktioniert Heilung – und was trägt unsere Psyche dazu bei? Einfühlsam und offen für die Wunder des Lebens, aber wissenschaftlich fundiert sucht er Antworten auf die Fragen, wie man seinen Körper dazu bringen kann, sich selbst zu heilen und welche Rolle Schulmediziner und Heiler dabei einnehmen. Wenn die moderne Medizin nichts mehr tun kann. Kurt Langbein arbeitet seit drei Jahrzehnten als Medizinjournalist. Schon 1983 war er Verfasser von „Bittere Pillen“ – mit 2,7 Millionen verkauften Exemplaren eines der erfolgreichsten Sachbücher im deutschen Sprachraum überhaupt. Nun fragt er, wie es möglich ist, dasss „unheilbar“ Kranke wieder gesund werden. Wie kommt Heilung zustande? Gibt es Erklärungen für „Spontanheilungen"? Welche Rolle spielen Stress und soziale Umstände?

Samstag, 26. Juli 2014

Schorlemmer, Die Gier und das Glück

Sonntag, 27.07.2014 11:04 bis 12:00 Uhr SR2
Friedrich Schorlemmer: Die Gier. Wir zerstören, wonach wir uns sehnen Verlag Herder, Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2014, Format: 12,0 x 19,0 cm, 176 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-451-33515-0, 14 €
Ein Buch über das Leben - wie es ist. Und wie es sein könnte. Eine Gesellschaft von Egoisten, getrieben von der Sucht nach Mehr, kann nicht überleben, sagt Friedrich Schorlemmer. Wenn wir unseren Blick nicht weiten, auch auf andere hin, sind wir verloren. Gier lauert hinter jeder Tür. Sie will das schnelle Glück und sieht den anderen nur als Konkurrenten. Durch Konsum, durch Haben und Besitzen, freilich in einer ewigen Spirale, die keine Zufriedenheit, kein Maß kennt. Glück: das ist Freude, Vitalität, innere Freiheit und Weite. Gier macht unfähig zum Genießen, sie verengt den Blick und verhärtet das Herz. Gier will haben. Glück will sein. Leben braucht Sinn. Wo wir der Gier verfallen verhindern wir den Sinn. Schorlemmer zeigt Konsequenzen für den Einzelnen und für unsere Gesellschaft. zurück

Donnerstag, 17. Juli 2014

von Lovenberg, Und plötzlich war ich zu sechst

Sonntag, 20.07.2014 11:04 bis 12:00 Uhr SR2 "Fragen an den Autor": Felicitas von Lovenberg: "Und plötzlich war ich zu sechst". Aus dem Leben einer ganz normalen Patchworkfamilie.
19,99 €, ISBN: 978-3-10-080033-6, S.Fischer Verlag
Hier ist das Buch für alle, die unversehens Stiefmütter oder Stiefväter werden: Wie fühlt es sich an, plötzlich eine Familie zu haben? Was entgegnet man als ungeübte Wochenend-Mutter auf den Killer-Satz »Du bist nicht meine Mama«? Wie geht man damit um, dass die Ex des neuen Partners dank der Kinder alles über einen weiß – bis hin zu Kontostand und Körpergewicht? Und was geschieht in dem fragilen Patchwork-Gefüge, wenn eigene Kinder hinzukommen? Die Publizistin und Bestsellerautorin Felicitas von Lovenberg berichtet lebensnah, witzig und klug aus dem Alltag ihrer Patchwork-Familie und gibt wertvolle Erfahrungen weiter, die das Miteinander leichter machen. Ein Buch für Liebende, Eltern, Stiefmütter, Stiefväter und Expartner.
Über Felicitas von Lovenberg:
Eigentlich wollte Felicitas von Lovenberg (Jg. 1974) nach ihrem Buch, „Verliebe dich oft, verlobe dich selten, heirate nie?“ nicht mehr heiraten, doch dann traf sie einen Mann, der sich davon nicht abschrecken ließ. Und zu dem gehörten zwei Kinder. Inzwischen kam noch gemeinsamer Nachwuchs hinzu und Felicitas von Lovenberg lebt glücklich mit ihrer Großfamilie in Frankfurt am Main. Seit Juli 1998 ist sie Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dort seit 2001 in der Literaturredaktion, die sie seit 2008 leitet. Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2003, Ernst-Robert-Curtius-Förderpreis für Essayistik 2007, Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik 2011, Julius-Campe-Preis für Kritik 2013. Im SWR-Fernsehen moderiert sie regelmäßig die Sendung »lesenswert«.

Samstag, 12. Juli 2014

Schmid, Gelassenheit

Sonntag, 13.07.2014 11:04 bis 12:00 Uhr auf SR2 :
Wilhelm Schmid: Gelassenheit. Was wir gewinnen, wenn wir älter werden. Inselverlag Erschienen am 24.03.2014 im Insel Verlag. Gebunden, 118 Seiten,ISBN: 978-3-458-17600-8 8 Euro.
Die Kunst des Älterwerdens. Gelassenheit ist in jeder Lebensphase ein Gewinn, insbesondere aber beim Älterwerden. Dieses Buch zeigt in zehn Schritten den Weg zu ihr auf. Es scheint an ihr zu fehlen: Die fortschreitende Moderne wühlt die Menschen dermaßen auf und wirbelt ihr Leben so sehr durcheinander, dass die Sehnsucht nach Gelassenheit wächst. Sie war ein großer Begriff seit der Antike. In der Moderne aber geriet sie in Vergessenheit. Sie wurde zum Opfer des modernen Aktivismus, des wissenschaftlich-technischen Optimismus. Die Zurückhaltung, die sie verkörperte, galt nicht als Tugend. Eine bestimmte Lebenszeit schien lange wie geschaffen für die Gelassenheit: Das Älterwerden. Aber auch daraus ist eine stürmische Zeit geworden, die Gelassenheit will nicht mehr so ohne Weiteres gelingen. Wie ist sie wiederzugewinnen? Kann die älter werdende Gesellschaft eine gelassenere sein? Der Berliner Lebenskunstphilosoph und Bestsellerautor (Glück) präsentiert ein Buch, in dem es ihm darum geht, Gelassenheit nicht einfach nur zu proklamieren, sondern lebenspraktisch zu zeigen, wie sie erreicht werden kann. Ein Buch für die Zeit, in der Gelassenheit zur begehrten Ressource wird, sowohl für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft. Warum nennen wir uns lieber „älter“ als „alt"? Ist „älter“ nicht die Steigerungsform von alt? Der Autor will keiner von den Alten sein, die um den Preis der eigenen Lächerlichkeit jung bleiben wollen. Er will auch kein „Wutgreis“ sein, der seine Wut über das vergehende Leben an anderen auslässt. Alles ist technisch machbar, warum nicht auch die ewige Jugend? Wie können wir Ressourcen entdecken, die das Leben leichter und reicher machen? Was unterscheidet „gelassene“ Gelassenheit von protzender, provozierender? Moderation: Jürgen Alber

Samstag, 5. Juli 2014

Zeyringer, Fußball

Auf SR2 am Sonntag, 6.Juli 2014 11.04 Uhr :
Zeyringer, Fußball. Eine Kulturgeschichte Hardcover, 22,99 € ISBN: 978-3-10-021412-6
Fußball ist mehr als ein Sport Fußball hat seit jeher die Menschen beflügelt. Indem dieser Sport Stammtisch und Intellektuellendiskurs verbindet, war er immer mehr als die Jagd nach einem Lederball. Hier wird jetzt seine Geschichte als Kulturgeschichte erzählt. Von den Anfängen in der Aristokratie Englands bis zum weltweiten Massenphänomen, von seinen politischen und sozialen Effekten bis hin zu seinen Spuren in der Alltagskultur, von Deutschland über Afrika bis nach Japan, Lateinamerika und den USA, von Mitte des 19. Jahrhunderts über die Zeiten der Diktaturen bis zur Globalisierung. Klaus Zeyringer rückt die schönste Nebensache der Welt ins glänzende Licht: witzig, informiert, überraschend und sehr unterhaltsam. »Ich kann nicht Fußball spielen, und ich interessierte mich auch nicht für Fußball. Naturgemäß wollte ich daher auch nie etwas über Fußball erfahren - bis mir dieses Buch in die Hände fiel. Etwas Interessanteres zum Thema kann ich mir nicht vorstellen. Lesen Sie das. Im Ernst: Lesen Sie das!« Daniel Kehlmann
Dringende Bitte an alle Anrufer: bitte kurz fassen, keine langatmigen Vortrage halten. Bitte beachten: die Sendung heißt absichtlich "Fragen (!) an den Autor". Leider gibt es immer wieder Wichtigtuer, die buchstäblich bei jeder Sendung anrufen, weil sie sich gern reden hören und dann lang(weilige) Ausführungen machen. Es ist schon dreist und überheblich, wenn diese Daueranrufer sich einbilden, sie könnten zu jedem Thema etwas Vernünftiges sagen. Außerdem sind diese dauernden und zeitraubenden Anrufe rücksichtslos gegenüber anderen Hörern, die auch mal gern zu Wort kämen. Im übrigen ist es abstoßend, wenn manche Schnorrer nur deshalb ständig anrufen, weil sie zum x.ten Mal ein Buch gewinnen wollen.

Blech, Psychofalle

SR2 am 29.6.14 um 11.04 Uhr:
Jörg Blech, Die Psychofalle. Wie die Seelenindustrie uns zu Patienten macht 19,99 € ISBN: 978-3-10-004419-8
Anstrengende und aggressive Kinder? Zerstreut und vergesslich? Lassen Sie sich nicht irre machen - Gefühle und Wünsche sind keine Krankheiten. Immer mehr Menschen mit Alltagsproblemen werden als psychisch krank abgestempelt – zu Unrecht! Immer öfter werden gesellschaftliche Probleme wie Arbeitsbedingungen oder das Schulsystem zu Psychomacken Einzelner gemacht – zu Unrecht! Hier ist ein Buch, das sich wehrt! Der Bestsellerautor Jörg Blech enthüllt, wie die Grenze zwischen psychisch gesund und gestört von Ärzten, Psychologen und Pharmafirmen zunehmend verschoben wird, und zeigt einen Ausweg aus der Psychofalle. Diagnose: unbedingt lesenswert.

Freitag, 4. Juli 2014

Geißler, Alles hat seine Zeit, nur ich hab keine

22.6.2014: SR2 11.04 Uhr:
Karlheinz Geißler : Alles hat seine Zeit, nur ich hab keine. Wege in eine neue Zeitkultur 256 Seiten, oekom verlag München, 2011
ISBN-13: 978-3-86581-250-6 Erscheinungstermin: 26.09.2011, 19.95 €
Morgens halb acht in Deutschland: Über den Fernsehschirm tickern die aktuellen Börsennotierungen, im Radio laufen die neusten Nachrichten, das Smartphone zeigt die Mails der Nacht, bei einem Espresso gelingt ein flüchtiger Blick in die Morgenzeitung. Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Dann gehören auch Sie zu den »Simultanten«, den »FetischistInnen der Gleichzeitigkeit«. In dieser Welt des Jetzt und Sofort erscheint alles möglich, doch tatsächlich bleibt so vieles auf der Strecke – Zeit zum Nachdenken, Zeit für Freunde, Zeit für sich selbst. Wie sind wir in den Strudel der Zeitverdichtung geraten? Sind die neuen Medien, die diese Geschwindigkeit erst ermöglichen, wirklich ein Segen? Wie sind frühere Generationen mit dem Tempo der Welt umgegangen? Und gibt es Wege aus der Dringlichkeitsfalle? In seinem neuen Buch liefert Karlheinz A. Geißler Antworten auf diese und weitere Fragen unseres Umgangs mit Zeit. Ein Buch zum Schmökern und Innehalten, prall gefüllt mit wertvollen Denkanstößen für ein Leben jenseits von Alltagshektik und Beschleunigung. Bleibt zu hoffen, dass die interessante Sendung "Fragen an den Autor" nicht schon wieder durch Dauerquatscher gestört wird, die bei jeder Sendung anrufen und langatmig schwadronieren, auch wenn sie von dem Thema keinerlei Ahnung haben.

Samstag, 14. Juni 2014

Schneyer, Von einem, der auszog politisch zu werden

Sonntag, 15.06.2014 11:04 bis 12:00 Uhr
: Werner Schneyder: Von einem, der auszog politisch zu werden. Die Geschichte eines Meinungsträgers Einer der letzten großen Kabarettisten: Werner Schneyder Werner Schneyder, der Mann zwischen Buch, Bühne und Medien, war und ist vor allem als Kabarettist und satirischer Essayist durch seine Fähigkeit, Theorie und Analyse in Pointen zu verwandeln, eine erste Marke geworden. Er, der als seinen Hauptberuf einmal scherzhaft „Meinungsträger“ angab, berichtet nun, wie seine Meinungen entstanden sind. Vom Erlebnis des ersten Bombenangriffes als Kind über das Kriegsende, die Schulzeit, das Studium, den Journalismus, das Fernsehen bis zum Schritt auf die Bühne. Das fesselnde, unterhaltsame und provozierende Spektrum eines politischen Menschen. Erschienen am: 10.03.2014 ISBN: 978-3-84689-065-9 Seitenzahl: 256 Ausstattung: Hardcover Preis: 19,99 € Live aus der Seelbachhalle Illingen-Wustweiler Werner Schneyder war Kabarett-Partner von Dieter Hildebrandt, er war Box-Kommentator und Sportjournalist– und hat zahlreiche Bücher geschrieben.

Mittwoch, 4. Juni 2014

Rosenbach, Der NSA-Komplex

Sonntag, 08.06.2014 11:04 bis 12:00 Uhr
Marcel Rosenbach: Der NSA-Komplex. Edward Snowden und der Weg in die totale Überwachung
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-421-04658-1, 19,99 €
Verlag: DVA Sachbuch. Erscheinungstermin: 31. März 2014
Edward Snowden hat enthüllt, wie weitgehend die Geheimdienste unser Leben überwachen. Nahezu täglich kommen neue Details der allumfassenden Spionage ans Licht. Die SPIEGEL-Autoren Marcel Rosenbach und Holger Stark konnten große Teile der von Edward Snowden bereitgestellten und „streng geheim“ eingestuften Dokumente aus den Datenbanken der NSA und des britischen GCHQ auswerten. In ihrem Buch zeigen sie die gesamte Dimension eines Überwachungsapparates auf, der nicht nur die Privatsphäre bedroht, sondern die Grundlagen demokratischer Gesellschaften – und damit selbst diejenigen, die bislang glaubten, sie hätten nichts zu verbergen.

Samstag, 31. Mai 2014

Difraoui, Ein neues Ägypten

Sonntag, 01.06.2014 11:04 bis 12:00 Uhr SR2
Dr. Asiem El Difraoui: Ein neues Ägypten? Reise durch ein Land im Aufruhr Ein neues Ägypten? Die Luxus-Badeorte der reichen Ägypter am Roten Meer und die Armenviertel der Metropole Kairo, die Siedlungen der Fellachen am Nil und die einstmals glänzende Hafenstadt Port Said sind nur einige der Stationen, die Asiem El Difraoui auf seinen Reisen durch Ägypten besucht hat immer auf der Suche nach den Menschen hinter den Nachrichten: Wer begreifen will, warum Ägypten nicht zur Ruhe kommt, muss die gesellschaftlichen Fliehkräfte verstehen lernen. Wenig haben weltliche Revolutionäre, Salafisten, Frauenrechtsaktivistinnen, Nubier, Kopten und Beduinen gemeinsam außer dass sie für Bevölkerungsgruppen stehen, die erstmals ihre Rechte fordern. In der Zeit nach dem Sturz Husni Mubaraks bot sich eine historische Gelegenheit: Zum ersten Mal sprachen die Menschen offen über ihre Hoffnungen, Sorgen und Erwartungen. Asiem El Difraouis politischer Reisebericht liefert den Schlüssel zum Verständnis der aktuellen Situation. Nicht nur der Westen fragt sich, wohin Ägypten treibt; auch für die arabische Welt sind die Entwicklungen am Nil wegweisend. Wird der Freiheitswille irgendwann in eine Demokratie münden? Oder wird sich eine neue Diktatur etablieren? Fest steht nur: Ägyptens Vielfalt bedeutet Chance und Gefahr zugleich. Verlag: Edition Körber-Stiftung 2013 Ausstattung/Bilder: 2013. 264 S. m. 18 SW-Abb. u. 1 Kt. 200 mm Seitenzahl: 261,Abmessung: 203mm x 134mm x 20mm, Gewicht: 362g ISBN-13: 9783896841520 Hoffentlich wird diese gute Sendung nicht schon wieder durch Daueranrufer gestört, die sich selbst gern reden hören und deshalb bei jeder Sendung anrufen und langatmige Vorträge halten statt kurze Fragen zu stellen. Vielleicht sollte der Moderator diese Wichtigtuer einmal darauf hinweisen, dass sie nicht die Hauptperson der Sendung sind.

Sonntag, 18. Mai 2014

Gammelin/Löw, Europas Strippenzieher

25. Mai 2014 11.04 Uhr SR2:
Cerstin Gammelin und Raimund Löw: „Europas Strippenzieher. Wer in Brüssel wirklich regiert"
Hardcover, gebunden mit Schutzumschlag, 384 Seiten, ISBN-13 9783430201636, 19,99 € Erschienen: 28.02.2014 Cerstin Gammelin und Raimund Löw sind seit Jahren Korrespondenten in Brüssel. Spannend und entlang vertraulicher Wortlaut-Protokolle erzählen sie, wie 28 Staats- und Regierungschefs auf Gipfeltreffen um Staatsschulden pokern, Rettungsfonds mit Milliarden füllen und welche drastischen Mittel Angela Merkel gegen Defizitsünder durchsetzen will. Sie zeigen, wie die Europäische Kommission zum Einfallstor für Lobbyisten wird und die Tabak-Industrie sich das Wohlwollen der Mitgliedstaaten erkauft. Sie berichten, welche Pläne für eine europaweite Sozialpolitik in den Schubladen der Kommission liegen, wie eine gemeinsame Außenpolitik aussehen könnte und ob die Bankenunion ein Schritt hin zu den „Vereinigten Staaten von Europa“ ist. Durch die Gipfel-Protokolle kommt man Merkel, Hollande und Faymann nahe wie nie zuvor und erhält ein bestechend scharfes Bild der Zeitgeschichte. „‘Europas Strippenzieher‘ liest sich wie ein spannender Polit-Thriller mit Reportage-Einlagen: gut geschrieben, gut beschrieben, gut strukturiert. Eine lesenswerte Inside-Analyse des Brüsseler Mikrokosmos, die zu Recht vor Extremisten und Egoisten warnt.“ Jean-Claude Juncker „Nie zuvor ist so umfassend aus den vertraulichen Protokollen der EU-Gipfelkonferenzen zitiert worden. Merkel und Cameron, Holland und Faymann sind im ungeschützten Originalton zu lesen. Durch die exklusiven Quellen wird deutlich, wie die Staats- und Regierungschefs einer grundlegenden Reparatur der EU aus dem Wege gehen. Im Jahr der Europawahlen 2014 ein unverzichtbares Buch." Hugo Portisch, österreichischer Publizist „Dieses Buch macht das Europäische Projekt als menschengemachten, daher fehlerhaften, gleichwohl historisch notwendigen Prozess einsichtig. Es wird bewirken, was Europa jetzt dringend braucht: eine profunde Diskussion statt einer Raserei von Meinungen.“ Robert Menasse, Schriftsteller und Essayist Pressestimmen: "Das Buch ist mal sachlich, mal spannend wie ein Politthriller, teilweise auch amüsant, aber immer gut verständlich und kurzweilig." Die Zeit, Matthias Dworak, 24.05.2014
"Wer sich rechtzeitig vor der Europawahl ein Bild von den Brüsseler Entscheidungsabläufen machen will, kommt an dem Buch nicht vorbei" Kleine Zeitung (A), Michael Jungwirth, 04.05.2014
„Gerade die ansonsten geheimen Aufzeichnungen machen das Buch zu einer Art Euro-Thriller und zu einer Fundgrube in Sachen Zeitgeschichte." Die Presse, 28.03.2014
"erhellender Einblick in den europäischen Kulissenzauber" Südwest Presse, Gunther Hartwig, 24.03.2014
"Wer wissen will, wie Europa heute tickt und wie es im Schmelztiegel Brüssel in den letzten Jahren wirklich zugegangen ist, der sollte „Europas Strippenzieher“ zur Hand nehmen." focus.de, Daniel Goffart, 07.03.2014
„EU-Polit-Thriller lässt anhand geheimer Protokolle tief hinter die Brüsseler Kulissen blicken" Kurier, Bernhard Gaul, 06.03.2014
„Das Buch zeigt, wie viel Machiavelli tatsächlich in der Kanzlerin steckt“ Spiegel online, Gregor Peter Schmitz, 28.02.2014 "Man schaut [...] quasi durchs Schlüsselloch zu, wie die EU-Spitzen reden, ringen, wie sie streiten, Fehler machen , verzögern, Kompromisse finden: ein Genuss" Der Standard, Thomas Mayer, 28.02.2014
"Gestützt auf vertrauliche EU-Gipfelprotokolle und 75 Interviews und Hintergrundgespräche [...] zeichnen Gammelin und Löw ein scharfes Bild der europäischen Führung." APA, Thomas Schmidt, 28.02.2014
„Europas Strippenzieher is full of quirky details." www.euobserver.com, Valentina Pop, 27.02.2014
„Wer Brüssel verstehen und wissen will, welche Personen dort wirklich das Sagen haben, sollte dieses Buch lesen." Falter, Ingrid Brodnig, 26.02.2014
Es gibt viele Gründe, die EU heftig zu kritisieren: mangelnde Demokratie, Größenwahn der EU-Bürokratie, Weltfremdheit und teilweise wohl auch Korruption, denn viele Gelder versickern irgendwo. Kein Wunder, dass überall in den EU-Ländern die EU-Kritiker Zulauf haben wie in Deutschland etwa die Alternative für Deutschland (AfD). Ein weiterer Kritikpunkt ist die in diesem Buch beschriebene Tätigkeit von irgendwelchen anonymen Mächten, eben den Strippenziehern Europas. Gerade vor der Europawahl ist dieses Buch hochinteressant und man sollte es bei der Wahl berücksichtigen.

Samstag, 17. Mai 2014

Freistetter, Die Entdeckung des Himmels

Sonntag, 18.05.2014 11:04 bis 12:00 Uhr SR2:
Florian Freistetter: "Die Neuentdeckung des Himmels". Auf der Suche nach Leben im Universum.
Erscheinungsdatum: 24.02.2014, E-Book im ePUB-Format, 264 Seiten, Preis: Gebundenes Buch: 18.90 €
ISBN 978-3-446-43882-8, Hanser Verlag
Seit wenigen Jahren haben wir den Beweis: Es gibt sie, fremde Welten, auf denen ideale Bedingungen für die Entstehung von Leben herrschen. Dank der Erkenntnisse moderner Astrophysik erhöht sich die Wahrscheinlichkeit täglich, dass wir dieses Leben irgendwo dort draußen aufspüren. Florian Freistetter schildert, wie die moderne Astronomie erst lernen musste, das Unsichtbare zu sehen, um Supererden und Heiße Jupiter zu finden. Wie die fremden Welten beschaffen sein müssen, damit auf ihnen Leben entstanden sein kann – und wie wir mit Hilfe neuer Teleskope bald herausbekommen, wie Außerirdische wirklich aussehen. "Die Neuentdeckung des Himmels" ist die Chronik eines der größten Abenteuer der Menschheit: der Suche nach einer Antwort auf die Frage "Sind wir allein im Universum?".

Samstag, 10. Mai 2014

Eberhardt, Die Freihandelsfalle

Sonntag, 11.05.2014 11:04 bis 12:00 Uhr SR2 :
Pia Eberhardt: "Die Freihandelsfalle" von Harald Klimenta / Andreas Fisahn u.a. Transatlantische Industriepolitik ohne Bürgerbeteiligung – das TTIP AttacBasisTexte 45, 128 Seiten , 2014, 9 €, ISBN 978-3-89965-592-6
Bei den Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU werden neoliberale Dogmen weiter verfolgt, obwohl die Schattenseiten allgegenwärtig sind: Standortwettbewerb, Lohndumping, sinkende Standards und Gestaltungsmöglichkeiten in demokratischen Staaten. In diesem AttacBasisText werden die möglichen Folgen für Europa und Deutschland für den Fall herausgearbeitet, dass die Verhandlungen um eine »Transatlantische Handels- und Investi­tionspartnerschaft« (TTIP) erfolgreich verlaufen. Betroffen sind so unterschiedliche Bereiche wie Gentechnik, Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Investitionsschutz, Finanzmärkte, Datenschutz oder das öffentliche Beschaffungswesen. Die Autoren fordern ein »Alternatives Handelsmandat«, welches Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, Zukunftsfähigkeit und Demokratie als übergeordnete Prinzipien setzt. In der Leseprobe (siehe oben) ist eine erste zusammenfassende Übersetzung des Alternativen Handelsmandats enthalten. Harald Klimenta arbeitet in der TTIP-Kampagne von Attac, er ist ebenso wie Andreas Fisahn Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac. Weitere Autoren: Pia Eberhardt (Corporate Europe Observatory) Peter Fuchs (powershift) Fritz Glunk (Gazette) Hartmut Goebel (Attac) David Hachfeld (Oxfam) Marianne Henkel (BUND) Markus Henn (Weed) Sven Hilbig (Brot für die Welt) Johannes Lauterbach (Allianz für ein Alternatives Handelsmandat) Christoph Scherrer (Wissenschaftlicher Beirat von Attac) Ilana Solomon (Sierra Club) Guido Speckmann (Politikwissenschaftler) Rena Tangens (Digitalcourage) Berit Thomsen (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) Lori Wallach (Public Citizen, Washington) Uwe Wötzel (ver.di).

Freitag, 2. Mai 2014

Charisius/Friebe, Bund fürs Leben

Sonntag, 04.05.2014 11:04 bis 12:00 Uhr auf SR2 :
Hanno Charisius und Richard Friebe: Bund fürs Leben. Warum Bakterien unsere Freunde sind Erscheinungsdatum: 17.03.2014 Fester Einband, 319 Seiten, 19,90 € , ISBN 978-3-446-43879-8, Hanser Verlag
Immer mehr Forschungsergebnisse aus Medizin und Biologie zeigen: Der Einfluss von Bakterien auf unsere Gesundheit, unsere Stimmung und unser Denken ist immens. Es fragt sich, wer in unserem Körper eigentlich das Sagen hat. Gleichzeitig glauben wir, Mikroben mit Desinfektionsmitteln und Antibiotika in Schach halten zu müssen. Damit stören wir jedoch das fein justierte Ökosystem des menschlichen Körpers – und verursachen womöglich Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Allergien, Herzkreislaufleiden und Krebs. Hanno Charisius und Richard Friebe machen den Leser mit seinem "Mikrobiellen Ich" bekannt. Sie erklären umfassend, wie die über Millionen Jahre bewährte Beziehung zwischen Menschen und Mikroben unser gesamtes Leben bestimmt und wie wir gesund und in Frieden mit unseren Untermietern leben können.
Eine Bitte: Hoffentlich wird die gute Sendung "Fragen an den Autor" nicht schon wieder durch jene lästigen Daueranrufer gestört, die jeden Sonntag zu jedem Thema sich äußern, auch wenn sie davon keine Ahnung haben. Diese Wichtigtuer, die sich selbst gern reden hören, kommen sich unheimlich klug vor, wenn sie langatmige Vorträge halten und seitenlang ablesen, was sie sich während der Woche zusammengesponnen haben. Solche Quatscher haben offenkundig nicht begriffen, dass die Sendung "Fragen (!) an den Autor" heißt und nicht etwa "Vorträge anstelle des Autors". Der Autor ist die Hauptperson, nicht ein selbstverliebter Daueranrufer. Es sind immer etwa 3-4 Typen, die man schon an der Stimme wiedererkennt, weil sie sich jeden Sonntag bei dieser Sendung wichtigmachen wollen. Etwas mehr Bescheidenheit würde diesen unsäglichen Anrufern guttun. Vielleicht sollten sie auch mal andere Leute zu Wort kommen lassen.

Donnerstag, 24. April 2014

Pirincci, Deutschland von Sinnen

Akif Pirinçci : Deutschland von Sinnen. Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer. 4. Auflage, Klappenbroschur, ca. 278 Seiten. ISBN 978-3-944872-04-9 (Manuscriptum Verlag) 17,80 € Deutschland, deine Feinde … Muß sich Deutschland noch vor Feinden fürchten, wenn nicht einmal die Deutschen seine Freunde sind? Akif Pirinçci rechnet ab – mit Gutmenschen und vaterlandslosen Gesellen, die von Familie und Heimat nichts wissen wollen, mit einer verwirrten Öffentlichkeit, die jede sexuelle Abseitigkeit vergottet, mit Feminismus und Gender Mainstreaming, mit dem sich immer aggressiver ausbreitenden Islam und seinen deutschen Unterstützern, mit Funktionären und Politikern, die unsere Steuern wie Spielgeld verbrennen. Der in Istanbul geborene Bestsellerautor hat sein erstes Sachbuch geschrieben, einen furiosen, aufrüttelnden und brachialen Wutausbruch. Mit heiligem Zorn bekämpft er eine korrupte, politisch korrekte Kaste, die nur ihre eigenen Interessen verfolgt. Deutschland von Sinnen ist geschmiedet aus reinem Zorn, ein mutiges Unikat, das seinesgleichen sucht. Es ist der Aufschrei eines Rufers in der Wüste, der sein geliebtes Mutterland am Abgrund sieht. Vielleicht ist es das letzte Buch seiner Art, denn das meinungspolitische Zwangskorsett wird täglich enger.